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Streichinstrumente/Harfe
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"HORRIBILICRIBIFAX"

von Andreas Gryphius

Fotos: Rolf Arnold

Lichthof Dittrichring 21

Regie:

Katja Paryla

Ausstattung & Kostüme:

Lothar Scharsich

 

mit:

Amélie Belohradsky

Lea Dräger

Nina-Friederike Gnädig

Gina Henkel

Nele Jung

Katharina Merschel

Petra Schmidt-Schaller 

Puja Behboud

Holger Bülow

Chiristian Apel

René Erler

Paul Grill

Martin Klemm

David Kramer

Martin Neuhaus

Urs Rechn

 

Premiere am 4. Juli 2003

 

Zum ersten Mal findet das Sommertheater der Schauspielstudenten im Innenhof des neuen Domizils am Dittrichring statt. Auf dem Spielplan steht ein Stück von Andreas Gryphius, einem Dichter aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

 

Andreas Gryphius

Andreas Gryphius wurde 1616 im schlesischen Glogau geboren. Zwei Jahre später brach der Dreißigjährige Krieg aus, der langwierigste des modernen Europa und einer der verheerendsten. Er verwandelte die deutschen Lande in ein Schlachtfeld: «In Deutschland besteht nur die Wahl zwischen einer Stadt, die schon zerstört ist und einer, die noch zerstört wird.» So beschrieb es Johannes Kepler, der 1628 ebenfalls in Schlesien lebte. Die einander feindlichen Heere waren immer wieder durch die Lande gezogen und hatten fatale Verwüstungen hinterlassen. So bekamen die Soldaten der Wallensteinschen Heere keinen Sold; stattdessen war es ihnen gestattet, die eingenommenen Städte zu plündern. Mit Beendigung des Krieges war in manchen Gegenden die Bevölkerung um die Hälfte dezimiert. Den Überlebenden war nichts als die nackte Haut geblieben, die Felder waren verwüstet, die Städte geplündert, das Vieh geschlachtet.

Dieser realen Tragödie begegnete Andreas Gryphius mit dem Schertz-Spiel

«Horribilicribrifax», das er dem Friedensschluss zum Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 widmete. 

 

Katja Paryla (Regie)

Katja Paryla stammt aus einer österreichischen Schauspielerfamilie und wurde in Zürich geboren. Nach ihrem Studium an der Staatlichen Schauspielschule und ersten Engagements 1963 an der VOLKSBÜHNE und in den Jahren 1967-1976 am MAXIM-GORKI-THEATER ging sie an das DEUTSCHE THEATER Berlin. Dort spielte sie in den Inszenierungen von Alexander Lang unter anderem die Titania in Shakespeares «Sommernachtstraum», die Nanna aus Brechts «Die Rundköpfe und die Spitzköpfe», die Alice in Strindbergs «Totentanz» sowie die Titelrolle in Euripides «Medea». Sie unterrichtete an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» und arbeitete bei der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Berühmt ist ihre Rolle der Hexe in den Filmen «Spuk unterm Riesenrad» und «Spuk im Hochhaus». Von 1991 an war sie am SCHILLERTHEATER Berlin engagiert und begann auch als Regisseurin zu arbeiten. Am DEUTSCHEN THEATER inszenierte sie Ionescos «Die kahle Sängerin» und Shakespeares «Heinrich VI.». Von 1994-2001 arbeitete sie als Schauspielerin und Regisseurin für das DEUTSCHE NATIONALTHEATER Weimar. Sie inszenierte dort unter anderem Ken Campbells «Mr. Pilks Irrenhaus», Schillers «Maria Stuart» und Ionescos «Die Nashörner». In Weimar leitete sie auch das Schauspielstudio der HMT Leipzig. Von Weimar führte schließlich die Arbeit ans THEATER CHEMNITZ. Hier war sie viele Jahre Oberspielleiterin und arbeitete eng mit den Studenten des Chemnitzer Studios zusammen.