Projekte und Kurse 2006/2007

Antonio Vivaldi, »Serenata a tre«

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solisten und Barockorchester der Fachrichtung Alte Musik, Gäste der Hochschulen Dresden, Vicenza (Italien), Cosenza (Italien).
Barockgestik - Sharon Weller/Basel 
Einstudierung - Gundula Anders, Marek Rzepka und Prof. Tobias Schade
Gesamtleitung - Prof. Susanne Scholz

 

Im Sommersemester 2007 fand in der Hochschule für Musik und Theater Leipzig die szenische Aufführung von Antonio Vivaldis Kurzoper »Serenata a tre« durch die Fachrichtung Alte Musik unter Mitwirkung von Gästen der Hochschulen Dresden sowie Vicenza und Cosenza (Italien) statt.

In Vorbereitung für die Aufführung wurden mehrere Seminare angeboten:
Sharon Weller/Basel hielt eine hochschulöffentliche Einführung in die Kunst der barocken Gestik und studierte mit Sängern die Gestik ein
Alessandro Ciccolini 
(Italien) stand bei einer Probenphase als Spezialist für den Kompositionsstil und das Werk von Antonio Vivaldis zur Verfügung. 
Innerhalb der Hochschule fanden folgende Veranstaltungen statt: Claudia Nauheim (Notationskunde) hielt Kurse für die Instrumentalisten, die aus der autographen Partitur ihre Stimme abzukopieren hatten. Elisabeth Sasso-Fruth (Italienisch/Franzözisch) studierte die italienische Ausprache und Maurice van Lieshout (Historische Improvisation) die Verzierungen und Kadenzen mit den Sängern ein. Prof. Tobias Schade (Cembalo) erarbeitete mit Sängern und Continuisten (Cembalo und Cello) die Rezitative.

                                           

Zum Werk

Die »Serenata a Tre« ist eine von drei, in Musik erhaltenen serenata von Antonio Vivaldi, einer Art Minioper, die fernab der Opernbühne, also ohne Bühnenbild und Maschinen, aufgeführt wurden. Meist durch eindeutige Widmungen einem präzisen Anlaß zugedacht, unterscheidet sich die »Serenata a Tre« durch den unklaren Widmungstext auf dem Titelblatt von ihren Artgenossinen. Der Widmungsträger, Monsieur de Mar: du Toureil, ist eine nicht aufzufindende Figur, kein Adelstitel dieses Namens ist je vergeben worden. Auch das Entstehungsdatum ist nicht klar und nur zwei von Vivaldi in einem anderen Werk wieder verwendete Arien weisen auf das Jahr 1719 hin. In diesem Jahr starb in Rom in den Händen der Inquisition ein aus Frankreich ausgewiesener Priester mit Namen Toureil, der der verfolgten Gruppe der Janseniten angehörte. Eine Theorie über den Anlaß und die Auslegung des Librettos der »Serenata a Tre« verfolgt diesen Gedanken und lässt den freiheitsliebenden und in manchen seiner Schriften fast revolutionären Vivaldi seine serenata dem zu Tode gequälten Priester widmen und stellt so eine allegorische Verbindung der drei Figuren der serenata mit dem Drama des Prieseters Toureil her. Demnach verkörperten Eurilla die Kirche, Nice die Inqisition und Alcindo den jansenitischen Priester selbst.

Ob man dieser Theorie Glauben schenkt oder nicht, bei der »Serenata a Tre« handelt es sich auf alle Fälle nicht um ein liebliches Schäferspiel mit um Liebe buhlenden Nymphen und Hirten, die sich am Ende glücklich in den Armen liegen und damit den Idealen des Barock des 18.Jahrhunderts entsprechen, die die Unschuld der Natur der Dekadenz des höfischen Lebens vorziehen. Die Handlung der »Serenata a Tre« findet kein »lieto fine« (»happy end«), absolutes Muß in dieser Zeit. Der Held wird für seine Freiheitsliebe bestraft und die Wortwahl ist sehr kräftig: »Bestraft ihn, zerreißt und tötet ihn...« die Sprache der Nymphen klingt sonst anders...

 

Chironomia

Chironomia, die Lehre von der Bewegung der Hände, bildete eine wichtige Grundlage für die Aufführungspraxis und für den rhetorischen Vortrag bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Diese Kunst der Gestik war ursprünglich ein Bestandteil der klassischen Rhetorik (Cicero und Quintilianus) und wurde als Teil dieser Ueberredungskunst während  Jahrhunderten gelehrt und praktiziert. Prediger, Schauspieler, Sänger, Könige, Advokaten, kurz, jedermann, der in der Öffentlichkeit vortrug, war mit dieser Kunst vertraut, in der bestimmte Hand- und Körperstellungen zusammen mit viel mimischem Ausdruck verwendet wurden, um auf anmutige und gefällige Art die Zuhörer zu überzeugen oder die Leidenschaften in Bewegung zu setzten.

Mit Hilfe des mimischen Gesichtausdrucks und der eleganten und kontrastierenden Körperstellungen und Gesten wurde ein zentrales Ziel der Rhetorik erreicht, nämlich dasjenige des »movere«, das heißt, das Gemüt der Zuhörers wurde bewegt, ihre Affekte wurden in Bewegung gesetzt. Dabei durfte aber der Anstand nicht verletzt werden. Deshalb war eine idealisierte, nicht eine realistische Darstellung von höchster Wichtigkeit für Schauspieler oder Sänger.

 

Die »Serenata a tre«, ein Erlebnisbericht von Lu Wollny

H.I.F.v. Biber - Die Rosenkranzsonaten

 

Gesamtaufführung des Rosenkranzzyklus durch Studierende der Barockviolinklassen Prof. Susanne Scholz, Volker Mühlberg und der Cembaloklassen Prof. Nicholas Parle und Tobias Schade

 

Mit zwei einzigartigen Konzerten einer Gesamtaufführung der so genannten Rosenkranzsonaten von Heinrich Franz Ignaz von Biber in der letzten Novemberwoche ging ein aufwändiges und überaus lehrreiches Semesterprojekt der Fachrichtung Alte Musik zu Ende. Das von Prof. Susanne Scholz initiierte Projekt wurde durch externe Vorträge (Prof. John Holloway, Dresden) und vertiefende Arbeitsphasen begleitet und führte zu einer umfassenden Kenntnis dieser für das Verständnis der Grundlagen der hochbarocken Violinmusik unverzichtbaren musikalischen Quelle. Durch die überaus entgegenkommende Kooperation mit dem Musikinstrumentenmuseum  der Universität Leipzig und der Kirchengemeinde Kleinolbersdorf war es möglich, diese Konzerte neben der Benutzung von adäquaten Violininstrumenten durch die Verwendung historischer Orgeln dieser Zeit zu unterstützen.

 

Die virtuosen Violinleistungen auf teilweise atemberaubend skordierten (d.h. umgestimmten) Instrumenten erbrachten acht Studierende der zwei Barockviolinklassen Prof. Susanne Scholz und Volker Mühlberg unterstützt von ebenfalls acht angehenden Continuospielern der Klassen Prof. Nicholas Parle und Tobias Schade. 

 

In der Gesamtaufführung aller 15 Rosenkranzsonaten einschließlich der zugehörigen Passacaglia für Solovioline wurden die Mysterien der Maria musikalisch dargestellt.

 

Hamburg Exkursion

Exkursion der Cembaloklassen Prof. Nicholas Parle und Tobias Schade zur Sammlung Beurmann des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

Eindrückliche Beschreibung einer »Klassenfahrt« von Lu Wollny mit Fotos von Mizuho Takahashi, Zita Mikijanska und Nicholas Parle

 

Kennen Sie Prof. Dr. Andreas Erich Beurmann? Ich kannte ihn nicht, bevor mich am 26. Oktober eine E-Mail unseres stellvertretenden Studiendekans, Tobias Schade, 
erreichte, die mich davon in Kenntnis setzte, dass eine Exkursion der Cembaloklasse nach Hamburg geplant war. Im Text der Nachricht war unter anderem von Beurmann die Rede. So richtig wurde mir allerdings erst später klar, dass unsere kleine Reise ohne ihn gar nicht hätte stattfinden können: Der Mann war die heimliche Hauptperson unserer Fahrt.

 

Kinderhörspiele zu Cembali

Bekannt und reich geworden durch das Plattenlabel EUROPA, begann der heutige Hamburger Musikwissenschafts-Professor schon im Jahre 1953 damit, seine finanziellen Mittel auf die einzig richtige Weise anzulegen: Er kaufte sich ein Cembalo. Einmal auf den Geschmack gekommen, ließ ihn die Begeisterung für diese Instrumente nicht mehr los. Von der Sammelwut gepackt, erwarb er eines nach dem anderen und brachte die wachsende Zahl dekorativer Stücke vorerst in seinem Wasserschloss in Ostholstein unter. Dort befindet sich noch heute ein großer Teil seiner Sammlung. Immerhin 70 Instrumente stiftete er im Jahr 2000 dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, wo sie jetzt in einem eigens errichteten Neubau, dem sogenannten Schümann-Flügel, unter hervorragenden Erhaltungsbedingungen ausgestellt sind. Auf zwei Etagen kann man dort von der Drehleier bis zum Steinway-Flügel alles bewundern, was Tasten hat – aber schon vor unserer Reise nach Hamburg war absehbar, dass wir die meiste Zeit an oder mit den Cembali verbringen würden. 


Gerade sie zeigen nämlich den besonderen Anspruch der Ausstellung, die bauliche Entwicklung von Tasteninstrumenten nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar zu machen. So ist auf Beurmanns Wunsch hin ein Großteil der Instrumente heute wieder spielbar - schließlich ist es doch unser Spiel, das den Instrumenten ihre Seele verleiht! Ach, ein ganzes Haus voller intakter Cembali, ein klingendes Museum! Das sollte man sich doch nicht entgehen lassen…

 

Auf geht 's

Und so startete unsere internationale Truppe, bestehend aus acht Cembalostudenten und sechs engagierten Lehrkräften, am Morgen des 22. Novembers voller Elan Richtung Hamburg. Unsere Fingerkuppen kribbelten schon verdächtig…Für den zu erwartenden Fall des Gedächtnisverlustes angesichts dieser Ballung wunderschöner Cembali hatten wir uns mit Stapeln von Noten ausgestattet.

 

In Hamburg angekommen, stürmten einige besonders ambitionierte Cembalisten sofort über die Straße in das direkt neben dem Hauptbahnhof situierte Museum, wo uns Olaf Kirsch, der leitende Betreuer der Sammlung, schon erwartete und gleich für eine Privatführung zur Verfügung stand. Voller Spannung betraten wir den berühmten Schümann-Flügel, und da standen sie nun: Die zwei berühmten Celestini-Cembali aus Venedig, auf denen sogar der 14jährige Mozart noch gespielt haben soll, das mit 2,83 Metern längste italienische Cembalo der Welt von Giuseppe Mondini und das goldglänzende Pascal Joseph Taskin-Cembalo – ein Monstrum mit einem Gewicht von unglaublichen 100 kg, das in seiner Monströsität nur noch von seinem nebenstehenden Kollegen, dem etwa gleichalten Jacob Kirckman-Kielflügel, übertroffen wurde.


Diese unglaublich wuchtige Maschine ist mit einem Deckelschweller ausgestattet, der es erlaubt, den Deckel mithilfe eines der zwei an einem Cembalo extrem selten anzutreffenden Pedale während des Spiels zu öffnen und zu schließen und so einen Crescendo- oder Decrescendo-Effekt zu erzeugen. Mittels des zweiten Pedals, des sogenannten »machine stop«, erreicht man dasselbe durch nahtlose Wechsel der Register. Diese ausgeklügelte Technik sollte wohl dazu dienen, die Verbreitung des neuen Fortepianos aufzuhalten. Aber mal ehrlich: Würden wir nicht Klavier spielen, wenn wir Klavier hören wollten?  Einige unter uns werden sich wohl gedacht haben, dass ein so schönes Instrument wie das Cembalo durch solchen angebauten Schnickschnack eher verliert als gewinnt. Wer von uns davon jetzt allerdings wirklich Lust aufs Hammerklavierspiel bekommen hatte, der konnte sich auf der zweiten Etage bei den Tafelklavieren und Hammerflügeln austoben. Als besonders bewundertes Exemplar dieser Gattung sei hier der Hammerflügel des Wieners Johann Jacob Könnicke genannt, dessen weichen Klang bereits Joseph Haydn in seinen letzten Lebensjahren sehr zu schätzen wusste.

 

Endlich allein...

Nachdem wir uns so einen ersten Eindruck der Sammlung verschafft hatten, ließ man uns mit den Instrumenten allein und wir konnten endlich das tun, wozu wir eigentlich gekommen waren: Spielen! Der Reihe nach hatte jeder die Möglichkeit, jedes spielbare Instrument des »Fuhrparks“ auszuprobieren. Dabei witzelten wir, dass es doch nur gerecht sei, wenn wir unsere Favoriten mit nach Hause nehmen dürften – natürlich jeweils nur ein Instrument pro Person! Besonders hoch im Kurs standen bei dieser Auktion ein Oktavspinett von 1650, dessen glockenreiner 4’-Klang einige an einen (wohlbemerkt übernatürlich guten) Knabenchor erinnerte und das außerdem bequem in einen unserer Rucksäcke gepasst hätte - praktisch! Mitgenommen hätten wir wohl auch das erheblich sperrigere Migliai-Cembalo von 1682, den ältesten Bruder eines Exponates des Leipziger Musikinstrumentenmuseums, welches die Spieler sogar so sehr begeisterte, dass sie ihre Freude nur noch dadurch zum Ausdruck bringen konnten, dass sie darauf fünf Mal hintereinander Frescobaldis Toccata Ottava zum Besten gaben! Auch ein himmelblau-goldenes Dulcken-Instrument hätte wohl gerne den Besitzer gewechselt, so klangschön präsentierte es sich uns, und während sich beim Taskin die Geister schieden,
entbrannten doch alle in Liebe zu dem mit aus Lava-Gestein geschnitzen Muscheln, Algen und Wattwürmern dekorierten »Seemanns-Cembalo“ mit seinen Walrosszahn-Tasten, das Bob van Asperen nicht ohne Grund für seine Louis Couperin-Gesamteinspielung auswählte. Denn dieses Cembalo von ca. 1630 ist nicht nur das älteste erhaltene französische Instrument, es ist auch das älteste erhaltene zweimanualige Cembalo mit unterschiedlicher Klangfarbe auf den Manualen und zeichnet sich neben seinen baulichen Besonderheiten vor allem durch seinen im 18. Jahrhundert hinzugefügten Orgeluntersatz aus. Die Tasten des Untermanuals sind mittels Abstrakten mit den darunter befindlichen, in einem großen Kasten versteckten Orgelpfeifen verbunden, so dass man auf Wunsch Cembalo und Orgel gleichzeitig erklingen lassen konnte.
 

Zerhackt und geschändet

Auch die in einem nicht spielbaren Zustand befindlichen  Instrumente zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich, vor allem das Gerippe eines deutschen Cembalos aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Zerhackt und geschändet bot es uns in einzigartiger Weise die Möglichkeit, das Innenleben eines Cembalos studieren und dabei vieles über den Cembalobau lernen zu können, zum Beispiel, dass bei diesem Exemplar der vordere Bereich bis zum Stimmstock scheinbar als zweiter Resonanzraum mit eigenem Resonanzboden fungierte. Auch konnte man sehen, dass die Schlitze für den Durchlass der Springer direkt in den Resonanzboden geschnitten wurden. Sogar originale Saitenreste fanden sich im Korpus des Instrumentes!

 

Am meisten von allem begeisterte uns allerdings die Möglichkeit, die Musik, die wir täglich üben, auf Originalinstrumenten spielen zu können – auf Instrumenten also, für die sie ursprünglich geschrieben wurde! Wie unvergleichlich traurig klangen doch Purcell und Croft vorgetragen auf dem Londoner Hitchcock-Spinett! Und wie brillant »Les Baricades mistérieuses« auf dem auch wegen seines Deckelgemäldes berühmt geworden französischen Cembalo von 1730! Eine besondere Ehre war es jedoch für uns alle, eines der zehn ältesten Cembali der Welt ausprobieren zu dürfen. Das blassblaue (mattgrüne) Instrument von 1540, von dem man einen  Nachbau bei uns in der Fachrichtung  sehen und spielen kann, bestach innen durch eine in drei Ebenen ausgeführte, filigrane Rosette und außen durch die Möglichkeit, darunter hindurchfotografieren zu können. Auch der Klang war von grundtöniger Schönheit – allerdings irritierte es beim Spiel selbst die abgebrühtesten Tastenspieler, dass die Stimmtonhöhe der meisten Cembali deutlich unter der Grenze des Erträglichen lag. Die Stücke, die uns in 415 oder 440 Hz noch vertraut schienen, erklangen plötzlich eine Quarte bis Sexte tiefer! Und gerade der mattgrüne (blassblaue) Italiener schockte durch seine tiefe Stimmung: Selbst der schwärzeste Bass hätte den höchsten Ton noch problemlos singen können! Der Grund für diese außergewöhnlich tiefe Stimmtonhöhe ließ sich nicht zweifelsfrei ermitteln: einerseits könnte es Andreas Beurmanns Überzeugung sein, die Instrumente erhielten sich so besser, da sie keinem zu starken Saitenzug ausgesetzt sind. Andererseits scheint auch das Klangideal des Sammlers bei der Entscheidung eine Rolle zu spielen, ist er doch der Meinung, ein Cembalo sei dann am vorteilhaftesten gestimmt, wenn die tiefste Basssaite gerade anfängt, zu klingen. Wie dem auch sei, angesichts der Möglichkeit, die Instrumente überhaupt spielen zu dürfen, stellten wir die Fragen nach der im Italien des 16. Jahrhunderts erwiesenermaßen höheren Stimmtonhöhe und den Problemen, die eine Veränderung selbiger für das Holz des Resonanzbodens mit sich bringt, ruhigen Gewissens zurück.

 

Sushi und Federkiele

Am Abend waren wir alle zwar müde, aber glücklich und vollkommen erfüllt vom Klangrausch des Tages. Bis zur letzten Sekunde hatten wir unsere Chance genutzt, und erst, als das Museum für alle Besucher seine Pforten schloss, machten auch wir uns auf den Heimweg. Versorgt mit Sushi und Knabbereien, den Kopf voller Erinnerungen und Fragen saßen wir dann alle vereint im Zug Richtung Leipzig. Und unsere vertrauten Gesprächsthemen von der Programmgestaltung über Generalbassprobleme bis hin zur Beschaffung von Geierfedern für richtig gute Kiele sorgten wie immer dafür, dass wehmütige Gedanken gar nicht erst aufkamen. Der Tag im Hamburger Museum war sehr informativ gewesen, hatte erneut deutlich gemacht, wie spannend es sein kann, jeden Tag mit historischen Instrumenten zu arbeiten, und er hatte uns gezeigt, was wir ohnehin schon wussten: Cembali sind die besten Instrumente der Welt!

Alte Musik Fest 2007

....all’italiana

am Freitag, 22. und Samstag, 23.Juni 2007 im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Johannisplatz 5–11, 04109 Leipzig

 

Italienisch präsentiert sich das 9. Alte Musik Fest der Fachrichtung Alte Musik an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig. An zwei Tagen erklingen Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts aus Italien – gespielt, gesungen und getanzt von Studierenden und Dozenten der Fachrichtung Alte Musik.

 

Wie schon in den Jahren zuvor verwandeln sich die Räumlichkeiten des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig zu lebendigen Spielstätten, an denen das Publikum zwei Tage lang musikalische Höhepunkte erleben kann:

 Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 22.06., 19:00 Uhr ist mit Antonio Vivaldis »Serenata a tre« eine halbszenische Opernaufführung im Zimeliensaal des Museums zu erleben. Am Samstag, 23.06. bietet sich im Rahmen der Wandelkonzerte im gesamten Museumsbereich neben und einer historischen Tanzvorführung unter Anderen auch die Möglichkeit zum Mittanzen (14:00–16:00 Uhr).  Das Abschlusskonzert um 19:30 Uhr gestalten Dozenten der Fachrichtung. Dazu präsentiert sich eine internationale Auswahl an auf historische Bauweise spezialisierte Geigenbauern in einer Instrumentenausstellung.

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