Verzeichnungen.

Medien und konstitutive Ordnungen von Archivprozessen der  Aufführungskünste

Verzeichnungen. Medien und konstitutive Ordnungen von Archivprozessen der  AufführungskünsteInstallationsansicht »Allan Kaprow. Kunst als Leben«, Haus der Kunst, München 2006. Foto: Wilfried Petzi

Ein Forschungsvorhaben, das von der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig gemeinsam mit dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz /Universität der Künste Berlin durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

 

Das Forschungsprojekt „Verzeichnungen“ untersucht Aspekte der medialen und ontologischen Konstitution archivischer Objekte von Performance. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Interesses sowohl an der kulturellen Funktion des Archivs wie auch an der Historiographie von Performance Art und anderen Aufführungskünsten stehen die Beziehungen zwischen Ausstellungspraxis, performativen Formaten und der Hervorbringung spezifischer Artefakte im Mittelpunkt der Forschungen.

Dabei werden einerseits Archivierungsstrategien in unterschiedlich institutionalisierten Kontexten - an Museen, in Spielstätten, von Künstlern und von Galerien - untersucht. Zum anderen werden einschlägige Ausstellungsprojekte analysiert. Dabei geht es um pragmatische Aspekte, aber auch um Nutzungsperspektiven und mediale Transformationen bei der Entstehung und Bewertung von Artefakten. Sie changieren zwischen Materialität und Evidenzfunktion, wobei die verwendeten Medien einerseits, das Gefüge aus Archivhandwerk, Neuinterpretation und digitalen Aufbereitungen künstlerischer Zeugnisse andererseits zu berücksichtigen sind.

Im Ergebnis soll ein aktuelles Verständnis von Bewegung und Beweglichkeit als Medium der Bewahrung und zugleich zu bewahrendes Medium ausgearbeitet werden, das das komplexe Gefüge aus Objektstatus und Referenzqualität der Artefakte, Repräsentation vergangener Ereignisse und Präsenz des fluiden Zugangs reflektiert.

 

Laufzeit: 1. August 2012 bis 31. März 2017

 

Projektleitung:

  • Prof. Dr. Barbara Büscher, Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, Fachrichtung Dramaturgie
  • Dr. Franz Anton Cramer, Universität der Künste Berlin / Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz 
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HMT: Lucie Ortmann (ab 1.3.2015)

  • Mercator Fellows: Dr. Eric Morrill (San Francisco), Prof. Dr. Barbara Clausen (Montréal)
  • Gastdoktorandin / DAAD: Nerea Ayerbe (Bilbao): Artists Books and Performance.      

  • studentische Hilfskraft: Stefanie Hauser                        

Informationen zu »Verzeichnungen« auf den Internetseiten der DFG.

 

Kolloqium: PERFORMANCE GESCHICHTE KURATIEREN

Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojektes »Verzeichnungen.«

13. und 14.12.2012, HMT Leipzig.

 

Zum Programm

mit Beiträgen von Bettina Knaup, Sven Bergelt, Lulu Obermayr, Meret Kiderlen, Juliane Männel, Verena Eitel, Lucie Ortmann, Barbara Büscher, Franz Anton Cramer und Jasmin Ihrac.

Workshop PERFORMANCE UND ARCHIV-PROZESSE

im Rahmen des Forschungsprojektes »Verzeichnungen.«

25. und 26. April 2013, UdK Berlin.

 

Zum Programm

mit Beiträgen von Iris Dressler, Martina Hochmuth, Julia Kläring, Bettina Knaup, Christine Peters, Elisabeth Timm, Florian Feigl, Kim Feser, Pascale Grau, Boris Nieslony, Julia Wehren, Knut Ebeling.