Mentees

Mentees erhalten durch das Programm außerordentliche Vorteile: Auf einer informellen Ebene erfahren sie von ihrer Mentorin oder ihrem Mentor Informationen, die nirgends geschrieben stehen und doch gültig sind. Sie erhalten direkte Einblicke in die Berufsrealität und profitieren von neuen Kontakten. In den für sie kostenlosen Workshops, geleitet von entsprechenden Fachspezialist_innen und Marktkenner_innen, werden wichtige theoretische und praktische Grundlagen vermittelt, die ein effizientes und effektives Vorankommen im Studium und beim Berufsübergang versprechen. Mentoring verhilft nicht nur zu einer strukturierten Berufs- und Lebensplanung, sondern verkürzt die Zeit des notwendigen und oft mühsamen Aneignens unabdingbarer Informationen. Grundsätzlich ist die Eigeninitiative der/des Mentee gefordert, beispielsweise Terminvorschläge zu machen, Inhalte zu bestimmen und Treffen gut vorzubereiten.

Mentor_innen

Mentoring ist eine Beziehung, die auf Wohlwollen und Erfahrungsvorsprung der Mentorin oder des Mentors beruht. Mentor_innen haben ein freiwilliges Interesse daran, an der persönlichen und beruflichen Entwicklung ihres Schützlings teilzunehmen und ihn zu unterstützen. Oft haben Mentor_innen selbst positive Erfahrungen durch eine Mentoringschaft erlebt oder sie hätten sich im Laufe ihrer Karriere eine_n Mentor_in gewünscht. In jedem Fall ist die Unterstützung des Nachwuchses ein Anliegen, das sowohl persönlich als auch professionell motiviert ist. Unsere Mentorinnen und Mentoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Der Akquise potentieller Mentorinnen liegen die folgenden Kriterien zugrunde:

  • mehrjährige Berufserfahrung
  • das Einkommen wird mit dem/der erlernten Handwerk/Berufung bestritten
  • Renommee im Musikbetrieb
  • Affinität und Verständnis der Mentoring-Idee
  • Mentoring als Ehrenamt ist zeitlich und finanziell realisierbar

Mentoring = Ehrenamt
Wie es die lange Tradition des Mentoring impliziert, handelt es sich um eine ideelle Förderung, die nicht vergütet wird. Die Mentoring-Beziehung ist jedoch nicht einseitig zu denken: Mentees können Reflexionspartner_innen sein und geben Feedback. Mentor_innen trainieren Beratungs- und Kommunikationskompetenzen und erhalten Impulse für die eigene Tätigkeit. Mentoring ist in der Regel ein generationenübergreifender Dialog.

Matching

Matching ist der Prozess, bei dem die Tandems aus Mentee und Mentor_in gebildet werden. Die/der Mentee und die Koordinatorinnen überlegen, welche Mentorin oder welcher Mentor am Besten zum individuellen Profil passt. Die Mentees können eigene Vorschläge einbringen und, zusammen mit den Koordinatorinnen, auf ein Netzwerk zurückgreifen. Gemeinsam werden Erwartungen, Zeitkapazitäten und Inhalte der Beziehung geklärt. Möglich ist, dass eine Probezeit vereinbart wird, um die Passfähigkeit des Tandems zu prüfen. Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Mentoring-Beziehung ist der beidseitige verbindliche und zuverlässige Umgang mit Terminen und Absprachen. Neben den Kennenlerntreffen und inhaltlichen Arrangements geht es auch um die Freiheit für beide Seiten, Einblicke in berufliche und persönliche Bereiche gewähren zu können, ohne dabei den/die andere_n zu bedrängen.