
Kultursalon 2026 – Symposium: Künstlerische Forschung – Praxis, Perspektiven, Fragen
Was bedeutet es, künstlerisch zu forschen? Und was geschieht, wenn sich künstlerische Praxis und wissenschaftliche Forschung begegnen?
Das Thema „künstlerisch-wissenschaftliche Forschung“ rückt an deutschen Kunst- und Musikhochschulen zunehmend in den Fokus. Während das Interesse von Studierenden an wissenschaftlicher Qualifizierung wächst, entwickeln die Hochschulen neue Formen der Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Lehre. Zugleich ist künstlerische Praxis längst Gegenstand geistes-, sozial- und naturwissenschaftlicher Forschung. Zwischen diesen unterschiedlichen Perspektiven stellt sich immer wieder die grundlegende Frage: Was kann Forschung in der Kunst sein – und welche Formen kann sie annehmen?
Der Kultursalon an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig lädt dazu ein, diese Fragen aus unterschiedlichen künstlerischen, wissenschaftlichen und institutionellen Perspektiven zu betrachten. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Erfahrungen und der Austausch über Grenzen und Möglichkeiten künstlerischer Forschung.
Wie vielfältig die Arbeitsweisen sein können, zeigt das Konzert am Freitagabend. Studierende, Dozierende und Alumni der HMT, sowie Studierenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst und Gäste machen das Zusammenfließen von Forschung und künstlerische Praxis erlebbar. Im Programm stehen Beiträge aus den Bereichen Komposition, Improvisation, elektroakustische Musik und Medienkunst. Zudem präsentiert das Fachgebiet Musiktheorie/Tonsatz und die Fachrichtung Alte Musik der HMT die gemeinsam erarbeitete Rekonstruktion des Opernfragments Genserico von G. F. Händel.
Das Symposium versteht sich als Gelegenheit, Einblicke in unterschiedliche Formen künstlerischer Forschung zu gewinnen, eigene Vorstellungen zur Diskussion zu stellen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Forschung in künstlerischen Kontexten gedacht, vermittelt und praktiziert werden kann.
9:30 Uhr: Begrüßung
9:45 – 10:45 Uhr: Anne-May Krüger (Basel)“Music and Research”. A Basel Take on Teaching Artistic Research
10:45 – 11:45 Uhr: Studierende Klasse Mendienkunst „Künstlerisches Handeln und Forschen“ (HGB)
Carol Roz – Breathing with Earth
Tobias Kurpat – Handlungsmacht im Zeitalter der Beschleunigung
Inga KruseJ – UST A PIECE OF CAKE?
Emmi Esefeld – Unter dem Schmutz der Fluss
Vico Rosenberg – Zentrum für zeitgenössische Männlichkeit
– Kaffeepause –
12:00 – 12:30 Uhr: Fabien Lévy (HMT Leipzig),‘Researchers who search — we find them; Researchers who find — we're searchin' for them“ (Charles De Gaulle). Lässt sich die Kunstforschung institutionalisieren?
12:30 –13:00 Uhr: Claus-Steffen Mahnkopf (HMT Leipzig),Was heißt Künstlerische Forschung und was heißt Künstlerische Forschung?
– Mittagspause –
14:00 – 14:50 Uhr: Hakan Ulus (Klagenfurt) Gegenwärtige Entwicklungen der Artistic Research in Komposition – Status Quo, Herausforderungen, Perspektiven
14:50 – 15:25 Uhr: Lorenz Rommelspacher (Freiburg)Performing Space | Shaping Experience – Artistic Research zwischen kompositorischer Praxis und qualitativ-empirischer Forschung
15:25 –16:00 Uhr – Meike Senker (HMT Leipzig), Documentario über ein Gedicht? Zum Verhältnis von Komposition und musiktheoretischer Forschung in Auseinandersetzung mit Luciano Berios A-Ronne
– Kaffeepause –
16:30 – 17:10 – Eric Schaefer (HMT Leipzig),Die Sprache des Jazzschlagzeugs beschreiben – Quantitative Methoden und qualitative Einsichten
17:10 –17:35 Uhr – Franz Kaern-Biederstett (HMT Leipzig),Neo-Modalität(en) – ein (noch) unterbelichtetes Thema der Musiktheorie? Eine Bestandsaufnahme.
17:45 – 18:30 Uhr – Podiumsdiskussion
Eine Veranstaltung des ZfGM.
Leitung: Prof. Meike Senker/Prof. Dr. Manuel Durão
Eintritt frei