Foto: Jörg Singer
Jubiläum „100 Jahre Kirchenmusikalisches Institut“
Im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Kirchenmusikalisches Institut“ ist am 3.11.2026 das jährliche Gewandhauskonzert des Hochschulsinfonieorchesters zu hören, das gleichzeitig innerhalb der Mendelssohn-Festtage stattfindet. Am 6.11. wird dieses Konzert in der HMT wiederholt. Bei beiden Konzerten treten Meisterklassenstudierende des Fachs Orgel auf. Außerdem finden am 6.11. um 15.30 Uhr ein Festakt im Kammermusiksaal statt sowie am 6./7.11. ein Chorworkshop und ein Wettbewerb Orgelimprovisation in der Leipziger Nikolaikirche. Das Jubiläum endet am 8.11. mit einem Universitätsgottesdienst im Paulinum unter Anwesenheit des evangelischen und des katholischen Bischofs.
Dienstag, 3. November
19:30 Uhr | Gewandhaus
Konzert mit dem Hochschulsinfonieorchester, dem GWH-Kinderchor und Solisten des Kirchenmusikalischen Instituts
Samuel Barber – Toccata Festiva, Walter Braunfels – Konzert für Orgel, Knabenchor und Orchester sowie Werke von Franz Liszt ("Les Préludes") und Felix Mendelssohn Bartholdy ("Reformationssinfonie")
Mittwoch, 4. November
17:00 Uhr | Paulinum
Universitätsmotette "... da ist Freiheit"
Orgelwerke aus 100 Jahren Geschichte des Kirchenmusikalischen Instituts
Donnerstag, 5. November
9:00 - 10:30 Uhr | Dittrichring 21, Raum 3.25 | Workshop Pop- und Gospelchor mit Christoph Zschunke
Freitag, 6. November
15:30 Uhr | Grassistraße 8, Kammermusiksaal
Feierstunde
19:30 Uhr | Grassistraße 8, Großer Saal
Konzert mit dem Hochschulsinfonieorchester, Frauenstimmen des Hochschulchors und Solisten des Kirchenmusikalischen Instituts
Samuel Barber – Toccata Festiva, Walter Braunfels – Konzert für Orgel, Knabenchor und Orchester sowie Werke von Franz Liszt ("Les Préludes") und Felix Mendelssohn Bartholdy ("Reformationssinfonie")
Samstag, 7. November
15:00 Uhr | Thomaskirche
Motette mit Thomanerchor, Thomaskantor Andreas Reize und Thomasorganist Johannes Lang
17:00 Uhr | Nikolaikirche
Halbfinale Wettbewerb Orgelimprovisation
20:00 Uhr | Nikolaikirche
Finale Wettbewerb Orgelimprovisation
ab 18:00 Uhr | Grassistraße 8, Probensaal (Raum 304)
Abend der Begegnung mit ehemaligen und aktuellen Studierenden und Lehrenden
Sonntag, 8. November
11 Uhr | Paulinum | Festgottesdienst
mit dem Chor des Kirchenmus. Instituts + Ehemaligen, Universitätsprediger Prof. Dr. Dr. Andreas Schüle, Landesbischof Tobias Bilz und Bischof Heinrich Timmerevers
Das Kirchenmusikalische Institut der Hochschule für Musik und Theater Leipzig steht wie kaum eine andere kirchenmusikalische Ausbildungsstätte Deutschlands in einer bedeutenden Tradition. 2026 feiert es sein 100. Jubiläum.
Schon mit der Gründung des Leipziger Konservatoriums durch Felix Mendelssohn Bartholdy 1843 begann die Ausbildung im Fach Orgel. Im Jahre 1907 wurde Thomasorganist Karl Straube als Orgellehrer berufen, womit die Geschichte der „Leipziger Orgelschule“ ihren Anfang nahm.
1921 erfolgte durch Straube zunächst die Gründung des „Instituts für Kirchenmusik“, das 1926 als „Kirchenmusikalisches Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens am Landeskonservatorium für Musik“ seine endgültige Gestalt erhielt. Während der zwei Diktaturen (NS-Zeit ab 1933 und DDR ab 1949) wurde das Institut jedoch de facto aufgelöst.
1992 erfolgte auf Drängen damaliger Studierender seine Wiedergründung. Zum Ausbildungsprofil zählen heute Bachelor- und Masterstudiengänge in Kirchenmusik, Chor- und Ensembleleitung und Orgel sowie Meisterklassenstudiengänge. Neben dem reichen Orgelbestand der Hochschule selbst bietet das musikalische Umfeld beispielsweise mit den berühmten Kirchen in Leipzig und seinem Umland, mit der Universitätsmusik und dem Gewandhaus exzellente Ausbildungsbedingungen.