
Dramaturgie
Stundenplan &
Vorlesungsverzeichnis
STUNDENPLAN
Vorlesungsverzeichnis
Sommersemester 2026
Nachfolgend finden Sie das Vorlesungsverzeichnis des Sommersemesters 2026 samt Kurzbeschreibungen aller angebotenen Kurse geordnet nach Modulnummern.
Die Vorlesungsverzeichnisse der vergangenen Semester finden Sie hier: WiSe2026/26 / SoSe2025
🡫 ANGEBOTE FÜR alle jahrgänge
🡫 BACHELOR I (1. Semester)
🡫 BACHELOR II (3. Semester)
🡫 BACHELOR III (5. Semester)
🡫 MASTER
Angebote für alle Jahrgänge
Leitung: Marie Charlotte Seidel
Zeiten: mittwochs, 17:00-19:00 (bis 10.06.26)
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Im Zentrum dieses Tutoriums steht Dramaturgie als dynamischer Prozess zwischen Entstehung, Probe und künstlerischer Formung. Anhand filmischer Werke wie Rivers and Tides: Andy Goldsworthy Working with Time sowie Texten aus Mira Sacks Buch Spielend denken beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Bedeutung, Struktur und Wirkung in künstlerischen Prozessen entstehen und sich im Arbeiten verändern. Zugleich gibt das Tutorium Raum und Impulse, eigene Ideen und Fragmente einzubringen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Offen für alle Studierenden.
BACHELOR I (2. SEMESTER)
Leitung: Prof. Dr. phil. habil. Annette Storr
Zeiten: mittwochs, 12:00-13:30 Uhr
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Ausgehend von Walter Benjamins Text "Traumkitsch" sollen unterschiedliche begriffliche Versuche, das Phänomen "Kitsch" reflexiv zu erfassen mit ausgewählten konkreten Gegenständen konfontiert werden. Über die Kitsch-Definition Milan Kunderas wird eine Traverse zur Entscheidung zum Veganismus überprüft. Formen von Pathos (tragische Form; Position zu Literatur und Theater von Karl Kraus u.a.) sollen anhand von Texten und Darstellungsweisen kennengelernt und durchdacht werden. Zuletzt geht es um den Themenbereich, der im 18. Jahrhundert prominent behandelt wurde: warum es Vergnügen an "tragischen Gegenständen" gibt.
Ich bitte alle Seminarteilnehmer/innen, ab Anfang März entsprechendes Material als Vorschlag auf moodle für alle zur Verfügung zu stellen, zur Erstellung des Seminarplans.
offen für Interessierten!
moodle 12.1.3.2
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten: mittwochs, 15.00-16.30 Uhr
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Die Romantik kennzeichnet unter anderem eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Sphären des Irrationalen und des Übersinnlichen, mit dem Unheimlichen, dem Dämonischen und dem Phantastischen. Diese Anteile wurden ausgehend von der Literaturwissenschaft auch mit dem Terminus „schwarze“ Romantik bezeichnet und stellen auf der Bühne besondere Deutungs- und Darstellungsherausforderungen dar, bezeichnen sie doch mit ihrem Verweis auf das Imaginäre zugleich die Grenzen des Darstellbaren. Im Seminar werden mit Carl Maria von Webers „Der Freischütz“, Richard Wagners „Der Fliegende Holländer“ und Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann/Hoffmanns Erzählungen“ drei Schlüsselwerke des 19. Jahrhunderts untersucht, unterschiedliche Inszenierungsansätze verglichen und auch zeitgenössische Adaptionen (Robert Wilsons und Tom Waits „The Black Rider“) miteinbezogen.
moodle: 12.1.3.3
Leitung: Dr. Dag Kemser
Zeiten: donnerstags 11:00 – 12:30, außerdem: dienstags 26.5., 30.6., je 11:00 –12:30;
Sichtungstermine: 19.4., 17:00 – 19:00, 26.5., 17:30 – 19:00, 30.6., 15:00 – 16:30
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Unter dem Titel Versuche veröffentlichte Bertolt Brecht ab 1930 unterschiedlichste Texte – Theaterstücke, Theorie, Lyrik, Fragmente – die „nicht mehr so sehr individuelle Erlebnisse sein (Werkkarakter haben) sollen, sondern mehr auf die Benutzung (Umgestaltung) bestimmter Institute und Institutionen gerichtet sind (Experimentkarakter haben)“ (Brecht, Versuche 1). Dieser experimentelle Charakter ist eine der größten Kontinuitäten in Brechts Werk, das erst in der Rezeption dogmatisch ausgehärtet ist. Von Beginn an und bis zum Schluss lassen sich Brechts Theaterarbeiten als Herausforderungen der Institution Theater verstehen.
Im Seminar werden wir uns mit drei verschiedenen Experimental-Anordnungen Brechts beschäftigen: seinen ersten Versuchen mit dem Verfremdungseffekt (Trommeln in der Nacht), den Lehrstück-Versuchen aus den 30ern (Der Flug der Lindberghs, Das Badener Lehrstück vom Einverständnis) und den Bearbeitungen und Modellbüchern (Antigone des Sophokles, Antigonemodell 1948). Neben der gründlichen Lektüre der Stücke und theoretischer Reflexionen Brechts, gehört dazu auch die Auseinandersetzung mit drei zeitgenössischen Aufführungen, die sich an und etwas mit Brecht versuchen: Christopher Rüpings Inszenierung von Trommeln in der Nacht (Münchner Kammerspiele 2017), Oratorium (2018) von She She Pop und Bühne frei für Mick Levčik! (Schauspielhaus Zürich 2016) von René Pollesch/Bert Neumann. Alle drei Arbeiten lassen sich als eine Art szenischer Theatergeschichtsforschung verstehen, die von einer gemeinsamen Annahme ausgeht: „Wir müssen zitieren, damit wir weiterkommen. Anders geht es nicht.“ (Bühne frei für Mick Levčik!)
moodle: 12.1.4.1
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten: donnerstags, 15.00-16.30 Uhr
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Ausgehend von Igor Strawinskys ‚Skandalwerk’ „Le sacre du printemps“ wird im Seminar eine übergreifende Entwicklung musikalischer, tänzerischer und bildkünstlerischer Konzepte im 20. Jahrhundert beleuchtet, die sich wesentlich von der klassisch-romantischen Kategorie des Ausdrucks verabschiedet und neue ästhetische und genreübergreifende künstlerische Formen hervorgebracht haben, die mit den Elementen von Reduktion und Wiederholung arbeiten. Von Erik Saties „Le piège de Meduse“, Strawinskys „Histoire du Soldat“, den „Events“ von John Cage und Merce Cunningham über wichtige Repräsentant/innen der sogenannten „minimal art“ (Donald Judd, Robert Morris, Sol Le Witt), der „minimal music“ (La Monte Young, Terry Riley, Phil Glass, Steve Reich) und des „minimal dance“ (Lucinda Childs, Yvonne Rainer) bis hin zu multimedialen und vokalexperimentellen Kompositionen von Meredith Monk sowie szenisch-choreografischen Arbeiten von Robert Wilson, Anne Teresa De Keersmaeker und Sasha Waltz werden wesentliche Ansätze eines gleichberechtigten Zusammenwirkens von Musik, Tanz und Theater im 20. (und 21.) Jahrhundert vorgestellt und diskutiert.
moodle: 12.1.4.2
Leitung: Prof. Dr. Christian Pischel
Zeiten montags, 10:15-11:45 Uhr
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Platon hatte sich energisch an den Sophisten abgearbeitet. Kant nannte die Rhetorik „eine hinterlistige Kunst“. „Talk low, talk slow and don’t say too much.“ – John Wayne.
Einerseits war ihre Geschichte geprägt von der sorgsamen Katalogisierung ihrer Mittel und Formen, anderseits immer auch begleitet vom Verdacht, durch bloße Virtuosität unbotmäßige manipuliert zu werden. In dieser Veranstaltung versuchen wir, diese binäre Perspektive aufzubrechen und eben nicht der ciceronischen Bestimmung zu folgen, Rhetorik sei die Lehre davon, wie „Gedanken in Worte zu kleiden“ seien.
Gehen wir beispielsweise auf Aristoteles‘ Rhetorik zurück, dann irritiert dieser Text damit, dass er sich in weiten Teilen gar nicht mit der uns vertrauten Stilistik auseinandersetzt. Vielmehr behandeln zwei von drei Büchern den möglichen ‚content‘, also Sachverhalte des ‘gesunden Menschenverstands‘, Gemeinplätzen und – pardon – ziemliche Binsenweisheiten. Überdies, so Aristoteles, sei die Rhetorik gar keine „Wissenschaft über ein abgegrenztes Gebiet“, sondern eigentlich „Staatskunst“. Diese beiden Aspekte weisen uns auf eine andere Lesart der Rhetorik: Vielleicht handelt es sich eher um das Arbeiten am common sense, um ein Verfahren des öffentlichen Urteilens inmitten einer gemeinsam geteilten Welt? Oder wie es der junge Heidegger etwas gespreizter ausdrückte: „Die Rhetorik ist nichts anderes als die Auslegung des konkreten Daseins, die Hermeneutik des Daseins selbst.“
Wir werden uns schlaglichtartig mit der Geschichte der Rhetorik auseinandersetzen, zudem einige Positionen zur politischen Rhetorik aneignen und natürlich (anhand von historischen, dramatischen und aktuellen Beispielen) die Medialität und Inszenierungs-weisen politischer Rede reflektieren.
moodle: 12.1.4.3
Leitung: Volkhild Klose
Zeiten: dienstags, 10:30 – 12:00, bis 19.05.26
(außer 31.03.26)
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Ihren persönlichen stimmlich-sprecherischen Ausdrucksmöglichkeiten und den spezifischen kommunikativen Anforderungen im Theaterbetrieb.
In intensiven Trainingseinheiten lernen Sie, wie Sie Ihre Stimme tragfähig und dynamisch einsetzen und wie Sie Ihre Gesamtpräsenz auf der Bühne erweitern. Sie erproben Ihre Fertigkeiten regelmäßig in praxisnahen künstlerisch-rhetorischen Aufgaben und erweitern so Ihre allgemeine berufliche Kommunikationskompetenz.
Achtung! Für dieses Seminar ist eine aktive und regelmäßig Teilnahme, sowie bequeme Kleidung vonnöten.
moodle: 12.1.6.1
Leitung: Demian Wohler
Zeiten: folgt
Ort: folgt
Kurzbeschreibung: folgt
moodle: 12.1.6.2
Leitung: Rieke Bogena
Zeiten:
Mo, 04.05.26, 12:15-18:15
Di, 05.05.26, 12:30-18:30
Mo, 22.06.26, 12:15-18:15
Di, 23.06.26, 11:00-17:00
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
*Seit den 1930er-Jahren entstehen Fanzines als von Fans oder Szeneangehörigen produzierte, nicht-kommerzielle Magazine, die sich Nischen interessen widmen und Gegenöffentlichkeiten schaffen.
Vor dem ersten Treffen:
Mit welchen pop- / hoch- / gegenkulturellen Inhalten interagiert ihr regelmäßig / ritualisiert (aktuell oder zurückliegend) oder welche Beobachtungen macht ihr zu Fandom-Praktiken ~ online / offline?
(1.) Erstelle dazu eine Materialsammlung aus zum Beispiel: Bild, Text, Bewegtbild-Screenshots, Gedrucktes, Digitales (USB), Bücher, Magazine, Lyrics, Objekte ...
Das mitgebrachte Material dient als Ausgangspunkt, um verschiedene Zugänge freizulegen und mit analogen sowie digitalen Methoden gestalterische Möglichkeiten auszuloten.
Ziel ist es, eigene Beiträge zu erarbeiten und diese in einer gemeinsamen Publikation – Fanzine oder E-Zine – zusammenzuführen: ein Medium als Ort der Interpretation, des Weitererzählens, Umgestaltens, Sammelns, Archivierens und Diskutierens
moodle: 12.1.6.3
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten: folgt
Ort: Hannover
Kurzbeschreibung: folgt
moodle: 12.1.6.4
BACHELOR II (4. Semester)
Leitung: Bernhard Siebert
Zeiten:
1. Termin: FR, 10. April 2026, 11.00 bis 13.00 Uhr (online, via Zoom)
2. Termin: DO, 7. Mai 2026, 11.00 bis 13.00 Uhr + 14.00 bis 16.00 Uhr
3. Termin: FR, 8. Mai 2026, 11.00 bis 13.00 Uhr + 14.00 bis 16.00 Uhr
Ort: online & 4.16
Kurzbeschreibung:
Wie lässt sich das vermitteln, was in einer Inszenierung erarbeitet wird? Dramaturgische Arbeit beinhaltet immer auch Aspekte der Erklärung und der Übersetzung: Es geht darum, etwas aus den Produktionen heraus zu öffnen für ein Publikum, das von den künstlerischen Zusammenhängen noch nichts weiß; eine Einladung auszusprechen, Hinweise und Einblicke zu geben, Kontexte herzustellen. Wichtig ist dabei nicht zuletzt auch die Kommunikation mit den Künstler*innen: Was soll gesagt, was betont, was verschwiegen werden?
Im Blockseminar „Vermittlungen“ werden Möglichkeiten und Probleme von Öffentlichkeitsarbeit diskutiert, gerade auch aus dramaturgischer Perspektive. Beleuchtet werden dabei einerseits theoretische Aspekte, andererseits Instrumente und Methoden. Bei der Umsetzung in die Praxis wird es um die Auseinandersetzung mit aktuellen Bühnenarbeiten (von u.a. Charlotte Sprenger, Joana Tischkau, Nazanin Bahrami, Julian Warner) gehen, aber auch darum, wie die Projekte der Dramaturgie-Studierenden selbst vermittelt werden können.
Das Blockseminar findet an drei Tagen statt: Am Freitag, 10. April gibt es einen Online-Auftakt, am Donnerstag, 7. Mai, und Freitag, 8. Mai, findet dann der eigentliche Block in Präsenz statt. Das Seminar wird auf Deutsch gehalten. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur Erarbeitung eines dramaturgischen Öffentlichkeitsarbeitskonzepts für eine künstlerische Position und die gemeinsame Diskussion der Konzepte im Seminar.
Bernhard Siebert (er/ihn) ist Theaterwissenschaftler und arbeitet als Forschungsreferent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Er war verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Sophiensaele Berlin (2007–2010), das Theater Neumarkt Zürich (2010–2013) und das Theater im Depot Dortmund (2022–2023).
moodle: 12.1.10.1
Leitung: Prof. Dr. phil. habil. Barbara Büscher
Zeiten:
Do, 02.04. 10.30-11.15 Intro
Do, 16.04. 10.30-12.30
Do, 30.04. 10.30-12.30
Do, 21.05. 10.30-12.30
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Der Begriff des 'Kuratierens' und die Position der Kurator:in hat eine eigene Geschichte im Bereich der Bildenden/Visuellen Künste und des Ausstellungswesens. Sie/er ist für die Pflege der Sammlungen zuständig, aber seit den 1970er Jahre immer zentraler: für das Konzipieren von Ausstellungen und Programmen, die profilbildend für die jeweiligen Häuser sind. Kurator:innen sind für die öffentliche Präsentation von Künstler:innen, von Strömungen und von Zusammenhängen zwischen verschiedenen künstlerischen Bereichen verantwortlich, die Maßstäbe setzen und Bedeutung generieren. Schon seit einer ganzen Weile wird im Bereich der freien Theater/ Performance-Szene diese Bezeichnung auch für die Arbeiten des Programmierens über die Kunstsparten hinweg, für Recherche- und Auswahlprozesse bei Festivals u.ä. benutzt. Dies eröffnet uns die Möglichkeit, neu konturierte Felder dramaturgischer Arbeit mit vergleichbaren Tätigkeiten im Bereich der Bildenden/Visuellen Künste ins Verhältnis zu setzen.
Davon ausgehend wollen wir uns anhand einiger Texte mit dem Diskurs um das 'Kuratieren' beschäftigen, der auch Fragen nach Entscheidungsfindung, Auswahlprozessen und Machtstrukturen in verschiedenen Institutionen, nach kooperativen Arbeitsformen und offenen Prozessen mit dem Publikum umfasst. Und wie wollen die Praxis des Kuratierens an ausgewählten Programmen von Produktionshäusern, Museen/ Galerien, Festivals, national und international, untersuchen.
moodle: 12.1.10.1
Leitung: Lilli Nitsche
Zeiten: 2-teiliges Blockseminar, Donnerstag, 26.03.2026, 15:00 - 18:30 + Freitag, 27.03.2026, 10:00 - 14:00
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Im Rahmen dieses Blockseminars werden Studierende, die sich auf den Einstieg in die Theaterpraxis vorbereiten, umfassend in die Thematik des Urheberrechts eingeführt. Das Seminar richtet sich vor allem an zukünftige Dramaturg*innen und Theaterpädagog*innen im Bereich des Sprechtheaters.
Über einen Exkurs in die historische Entwicklung des Urheberrechts, der in aktuelle Fragen der Urheberrechtsdebatte mündet, werden theoretische Grundkenntnisse vermittelt. Besonderes Augenmerk wird der rechtlichen Stellung von Autor*innen im Theaterprozess gewidmet. Wesentliche Regelungen des Urheberrechtsgesetzes, die die Nutzung von Aufführungs-, Übersetzungs-, Bearbeitungs- und Abdruckrechten betreffen, werden ebenso vorgestellt wie die aktuelle „Rahmenvereinbarung Bühne“ als Grundlage zur Schließung von Aufführungsverträgen.
Praktische Übungen, die in Form von Rollenspielen durchgeführt werden, ermöglichen es den Teilnehmenden, beispielhaft Situationen kennenzulernen, in denen das Urheberrecht zur Anwendung kommt. Hierbei werden die unterschiedlichen Perspektiven von Autor*in, Theater und Verlag eingenommen. Die Teilnehmenden diskutieren Fragen wie: Wann ist ein Werk urheberrechtlich geschützt? Wo und auf welchem Weg kann ich Nutzungsrechte erwerben? Was regelt ein Aufführungsvertrag? Wie ist die Rechtslage bei Übersetzungen und Bearbeitungen? Was ist bei der Erstellung von Programmheften und Werbematerial zu beachten?
Ziel des Seminars ist es, ein Grundverständnis für die Zusammenarbeit zwischen Theatern, Autor*innen und Verlagen zu gewinnen sowie die Fähigkeit, als künstlerisch verantwortliche Person die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Theaterproduktion zu schaffen.
Lilli Nitsche ist Germanistin und Journalistin. Sie leitet seit 2000 die Theaterabteilung des Merlin Verlags. 2020/21 hat sie den Zertifikatsstudiengang Medienrecht an der Juristischen Fakultät der Europauniversität Viadrina in Frankfurt/Oder absolviert.
moodle: 12.1.10.1
Leitung: Tilman König
Zeiten: nach individuellem Bedarf
Ort: 4.02 Videostudio
Kurzbeschreibung:
In diesem Seminar werden die Studierenden bei der Entwicklung und Umsetzung medialer Projekte sowohl inhaltlich als auch technisch begleitet. Kenntnisse in den Bereichen Konzept- und Recherchearbeit, Filmdramaturgie, Drehbuch und der praktischen Umsetzung und Postproduktion Projekte werden vertieft. Ziel ist die eigenständige Entwicklung, Umsetzung und Präsentation eines Medienprojekts.
moodle: 12.1.10.2
BACHELOR III (6. Semester)
Leitung: Dr. Dag Kemser
Zeiten: montags 10:00 – 11:30, außerdem: dienstags 19.5., 26.5., 16.6., je 15:30 – 17:00
Vorstellungsbesuche am 30.5. + ein Termin im Juni
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Ob in der konkreten Arbeit mit Dramen, ob im Festivalbetrieb oder im Hinblick auf die kulturpolitische Positionierung: die Arbeit mit und die Reflexion von Übersetzungen ist notwendiger Bestandteil dramaturgischer Praxis. Und sie wird zunehmend wichtiger, je mehr sich Theater als transkultureller Raum und Gegenentwurf zum völkischen Phantasma einer homogenen Kultur versteht. Übersetzen ist ein komplexer Prozess und etwas anderes als das simple Austauschen von Wörtern. Die Frage nach Möglichkeit, Verfahren und Zielen von Übersetzung kann nicht diskutiert werden, ohne sich mit der Struktur von Sprache, dem Wandel von Sprachen und dem Verhältnis von Verstehen und Interpretation zu beschäftigen. Neben linguistischen und philologischen Aspekten werden auch politische Gesichtspunkte relevant für Übersetzungsprozesse, sobald nicht nur die Transformation zwischen verschiedenen Sprachen, sondern auch Verflechtungen zwischen verschiedenen Kulturen mit der Begrifflichkeit des Übersetzens beschrieben werden.
Im Seminar lesen wir einige grundlegende Texte zur Theorie der Übersetzung aus semiotischer (Roman Jakobson), dekonstruktiver (Walter Benjamin, Jacques Derrida) und postkolonialer (Gayatri C. Spivak) Perspektive. Vor allem aber werden wir uns mit Theaterliteratur beschäftigen und auch selbst am Übersetzen versuchen: Shakespeares Twelfth Night or What you will (ca. 1601) und verschiedene Übersetzungen bilden dabei den einen Schwerpunkt. Shakespeares Drama hat in den letzten Jahren nicht zuletzt deshalb Konjunktur auf deutschen Bühnen, weil es Phänomene der Übersetzung zwischen verschiedenen Gendern verhandelt. Für den 30.5. ist ein Besuch der aktuellen Inszenierung am Schauspiel Leipzig (R: Pia Richter) vorgesehen. Darüber hinaus setzen wir uns mit zwei neuen Dramen auseinander, die von vornherein mehrsprachig verfasst sind: Karpatenflecken von Thomas Perle und Die Worte gehören uns – Bu sözler bizim von Yade Yasemin Önder (Vorstellungsbesuch im Schauspiel Leipzig geplant).
moodle: 12.1.5.2
Leitung: Tilman König
Zeiten:
Fr, 27.03., 10:00-14:00
Fr, 10.04., 10:00-14:00
Fr, 24.04., 15:00-19:00
Fr, 08.05., 10:00-14:00
Fr, 22.05., 10:00-14:00
Fr, 12.06., 10:00-14:00
Fr, 19.06., 10:00-14:00
Fr, 26.06., 10:00-14:00
Ort: 4.02 Videostudio
Kurzbeschreibung:
In diesem Seminar widmen wir uns der filmischen Form des Porträts im dokumentarischen Kurzfilm. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich eine Person in einer Länge von 5 bis 7 Minuten filmisch erfassen, in einem Porträt verdichten und erzählerisch gestalten lässt.
Die Studierenden arbeiten in kleinen Teams an einem eigenen Porträtfilm über eine selbst gewählte oder von der Seminarleitung vorgeschlagene Person. Ziel ist es, anhand eines konkreten Projekts sowohl die konzeptionellen als auch die praktischen Schritte einer Filmproduktion systematisch zu durchlaufen.
Dazu gehören unter anderem:
● Konzeptentwicklung: Wie lässt sich ein Charakter in kurzer Form erzählen?
● Visuelle Gestaltung: Drehorte, Kameraführung, Nähe und Distanz.
● Ton und Interviewführung: Gesprächsführung, Atmosphäre, O-Ton, Voice-over.
● Ethische Fragen: Verantwortung gegenüber der porträtierten Person.
● Postproduktion: Montage und Feedbackprozesse.
Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die erzählerischen Möglichkeiten und Herausforderungen des dokumentarischen Porträts zu entwickeln und zugleich praktische Erfahrungen im kollaborativen Arbeiten zu sammeln.
moodle: 12.1.5.3
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten: folgt
Ort: Chemnitz
Kurzbeschreibung: folgt
moodle: 12.1.5.4
Leitung: Dr. Dag Kemser (25.3., 1.4., 8.4., 15.4.), Prof. Dr. habil. Christian Pischel (22.4., 29.4., 6.5., 13.5.), Prof. Dr. habil. Annette Storr (20.5., 27.5., 17.6., 24.6.), Kemser/Pischel/Storr (1.7., 8.7.)
Zeiten: mittwochs, 15:00 – 16:30
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Das Kolloquium dient der Entwicklung und Diskussion von Themen und methodischen Ausrichtungen der ab dem folgenden Semester anstehenden Bachelorarbeiten. In den letzten beiden Sitzungen präsentieren die Teilnehmer:innen in 15-minütigen Vorträgen den je aktuellen Arbeitsstand.
moodle: 12.1.17.1
Schwerpunkt Theater/Performance
Leitung: Prof. Dr. phil. habil. Annette Storr
Zeiten: dienstags, 12:45-15:00 Uhr
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Virginia Woolf wird vom Herausgeber der deutschsprachigen Gesamtausgabe, Klaus Reichert, bezeichnet als die weibliche Stimme der modernen englischen Literatur, eine ganz andere, neben James Joyce. Ihre Romane, Essays, Theaterstücke zeichnen sich aus durch eine besondere, "moderne" szenische Schreibweise, die vielleicht dazu geführt hat, daß ihre Prosatexte oft für die Bühne adaptiert werden. Darüber hinaus ist sie Vertreterin einer explizit feministischen Position. Ihr bekanntester Essay "A Room of One's Own" (1929) liegt in verschiedenen deutschen Übersetzungen vor. Es gibt dazu eine Ergänzung aus postkolonialistischer Perspektive von Gayatri Chakravorty Spivak. Wir wollen uns mit Virginia Woolfs Schreibweise anhand dieses Essays auseinandersetzen. Zusätzlich werden zwei Kinofilme zu sehen sein und thematisiert, der eine nach Woolfs Roman "Orlando. A Biography" (1928), der andere nach "Mrs Dalloway" (1925)
Offen für alle Interessent/innen.
moodle: 12.1.16.1
Leitung: Prof. Dr. Constanze Rora / Prof. Dr. Christian Pischel
Zeiten:
mittwochs, 11:15 Uhr – 12:45 Uhr Interdisziplinärer Teil D 3.22 (Pischel/ Rora)
mittwochs, 12: 45 Uhr – 13:30 Uhr Fachspezifischer Teil Dramaturgie D 1.10 (Pischel)
Ort: 3.22 & 1.10
Kurzbeschreibung:
Das dreistündige Seminar gliedert sich in einen studiengangsübergreifenden Teil, an dem Studierende der Dramaturgie und des Lehramts Musik gemeinsam teilnehmen, und einen fachspezifischen Teil, in dem studiengangsbezogen gearbeitet wird.
Das ‚Zeigen‘ ist eine körperfundierte Tätigkeit, die mit den Anfängen menschlicher Kommunikation in Verbindung gebracht wird. Es steht in einem Spannungsverhältnis zur sprachlichen Vermittlung von Bedeutung, da es anders als diese seinen Gegenstand nicht festlegt, sondern einen Rahmen schafft, in dem sich das Gezeigte ‚von sich selbst her‘ zeigen soll. Darin dass sich unabhängig und sogar gegen die Intention des Zeigenden für die Adressaten etwas zeigen kann, liegt die Offenheit sowie auch das Risiko deiktischer Interaktion.
Im Seminar werden wir uns dem Zeigen als einer Grundoperation der Künste und Medien widmen, die wir sowohl in Bereich der ästhetischen als auch sozialen Interaktion untersuchen wollen. Wir werden uns mit unterschiedlichen Formen, Verfahren und Institutionen des Zeigens auseinandersetzen, insbesondere aber mit den heutigen „Sozialen Medien“ wie etwa Youtube-Videos, in denen ‚reactions‘ auf Artefakte gezeigt werden.
Im fachspezifischen Teil Musikpädagogik wird das Verhältnis von Zeigen und Lehren anhand musikpädagogischer Literatur in den Blick genommen. Im fachspezifischen Teil Dramaturgie werden wir den medienhistorischen Aspekt des Zeigens vertiefen.
Keine Teilnehmerbeschränkung
moodle: 12.1.16.3
Schwerpunkt Medien
Leitung: Prof. Dr. Christian Pischel
Zeiten: montags, 14:00-15:40
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
In diesem Seminar werden wir uns mit den Klassikern der Medientheorie auseinandersetzen.
Ja, natürlich. Allerdings wissen wir viel zu genau, was Medien sind, was wir mit ihnen tun und sie mit uns machen. Medien sind Berufsfeld, Verheißung, Inbegriff der Modernität; sie sind Politikum, Ärgernis und alltäglicher Kompagnon. Dieses Lektüreseminar bietet uns die Gelegenheit, entlang einiger „medientheoretischer Grundlagentexte“ zu verlernen, was Medien eigentlich sind.
moodle: 12.1.16.4
Leitung: Prof. Dr. Constanze Rora / Prof. Dr. Christian Pischel
Zeiten:
mittwochs, 11:15 Uhr – 12:45 Uhr Interdisziplinärer Teil D 3.22 (Pischel/ Rora)
mittwochs, 12: 45 Uhr – 13:30 Uhr Fachspezifischer Teil Dramaturgie D 1.10 (Pischel)
Ort: 3.22 & 1.10
Kurzbeschreibung:
Das dreistündige Seminar gliedert sich in einen studiengangsübergreifenden Teil, an dem Studierende der Dramaturgie und des Lehramts Musik gemeinsam teilnehmen, und einen fachspezifischen Teil, in dem studiengangsbezogen gearbeitet wird.
Das ‚Zeigen‘ ist eine körperfundierte Tätigkeit, die mit den Anfängen menschlicher Kommunikation in Verbindung gebracht wird. Es steht in einem Spannungsverhältnis zur sprachlichen Vermittlung von Bedeutung, da es anders als diese seinen Gegenstand nicht festlegt, sondern einen Rahmen schafft, in dem sich das Gezeigte ‚von sich selbst her‘ zeigen soll. Darin dass sich unabhängig und sogar gegen die Intention des Zeigenden für die Adressaten etwas zeigen kann, liegt die Offenheit sowie auch das Risiko deiktischer Interaktion.
Im Seminar werden wir uns dem Zeigen als einer Grundoperation der Künste und Medien widmen, die wir sowohl in Bereich der ästhetischen als auch sozialen Interaktion untersuchen wollen. Wir werden uns mit unterschiedlichen Formen, Verfahren und Institutionen des Zeigens auseinandersetzen, insbesondere aber mit den heutigen „Sozialen Medien“ wie etwa Youtube-Videos, in denen ‚reactions‘ auf Artefakte gezeigt werden.
Im fachspezifischen Teil Musikpädagogik wird das Verhältnis von Zeigen und Lehren anhand musikpädagogischer Literatur in den Blick genommen. Im fachspezifischen Teil Dramaturgie werden wir den medienhistorischen Aspekt des Zeigens vertiefen.
Keine Teilnehmerbeschränkung
moodle: 12.1.16.3
Schwerpunkt Musiktheater/Tanz
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten: donnerstags, 15.00-16.30 Uhr
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Ausgehend von Igor Strawinskys ‚Skandalwerk’ „Le sacre du printemps“ wird im Seminar eine übergreifende Entwicklung musikalischer, tänzerischer und bildkünstlerischer Konzepte im 20. Jahrhundert beleuchtet, die sich wesentlich von der klassisch-romantischen Kategorie des Ausdrucks verabschiedet und neue ästhetische und genreübergreifende künstlerische Formen hervorgebracht haben, die mit den Elementen von Reduktion und Wiederholung arbeiten. Von Erik Saties „Le piège de Meduse“, Strawinskys „Histoire du Soldat“, den „Events“ von John Cage und Merce Cunningham über wichtige Repräsentant/innen der sogenannten „minimal art“ (Donald Judd, Robert Morris, Sol Le Witt), der „minimal music“ (La Monte Young, Terry Riley, Phil Glass, Steve Reich) und des „minimal dance“ (Lucinda Childs, Yvonne Rainer) bis hin zu multimedialen und vokalexperimentellen Kompositionen von Meredith Monk sowie szenisch-choreografischen Arbeiten von Robert Wilson, Anne Teresa De Keersmaeker und Sasha Waltz werden wesentliche Ansätze eines gleichberechtigten Zusammenwirkens von Musik, Tanz und Theater im 20. (und 21.) Jahrhundert vorgestellt und diskutiert.
moodle: 12.1.16.7
moodle: 12.1.13.7
Leitung: Prof. Dr. Regine Elzenheimer
Zeiten:
Di, 24.03. 16-20 Uhr
Di, 31.03. 16-20 Uhr
Di, 07.04. 16-20 Uhr
Di, 14.04. 16-20 Uhr
Fr, 17.04. 10-14 Uhr
Di, 21.04. 16-20 Uhr
Fr, 24.04. 10-17 Uhr
Ort: 1.10
Kurzbeschreibung:
Oper ist im 18. Jahrhundert noch immer hauptsächlich eine Kunstform im Dienste höfischer Auftraggeber: als vom Hofdichter Pietro Metastasio geprägte „opera seria“ erfüllt sie die Aufgabe eines „Fürstenspiegels“ und folgt einem stereotypen Formschema. Zugleich ist diese Form Gegenstand zahlreicher Reformbestrebungen (u.a. von Christoph Willibald Gluck), die auch die aufklärerischen Entwicklungen und die politischen Umwälzungen im Umfeld der Französischen Revolution spiegeln. In Bezug auf das Werk Mozarts wurde dieses Spannungsfeld von Ivan Nagel als eines zwischen „Autonomie und Gnade“ bezeichnet. Im Seminar soll anhand ausgewählter Stücke und Inszenierungen sowie szenisch und musikalisch experimenteller Ansätze im Umgang mit den Stücken untersucht werden, durch welche Herangehensweise das Themenreservoir dieser Opern für eine aktuelle Aufführungs- und Inszenierungspraxis von Interesse ist. Hierzu gehören die Darstellung der Herrscherfiguren, der Blick auf fremde Kulturen, der Entwurf sozialer Utopien und die sogenannten „Ombra“-Szenen als Begegnung mit den Toten.
In der Bibliothek in der Grassistraße ist ein Semesterhandapparat eingerichtet.
moodle: 12.1.16.8
MASTER
Leitung: Dr. Dag Kemser
Zeiten: donnerstags 13:30 – 15:00 am 2.4., 16.4., 30.4., 21.5., 28.5., 18.6., 25.6., 9.7. Lesungsbesuche Festival 4 + 1 – ein treffen junger autorInnen, Schauspiel Leipzig, 17.-19.6. Aufführungsbesuche im Schauspiel Leipzig (deutsche märchen und Altbau in zentraler Lage) werden noch festgelegt.
Ort: 4.16
Kurzbeschreibung:
Wie im letzten Semester gemeinsam beschlossen, werden wir uns im Kolloquium mit neuer Dramatik beschäftigen. Anhand der Bandbreite unterschiedlicher dramaturgischer Formen werden die thematischen Implikationen der jeweiligen Gestaltungsweise diskutieren und erproben, wie sich über Literatur-Theater jenseits eines unergiebigen Dramatik-Postdramatik-Schematismus sprechen lässt.
moodle: 12.2.7.2