Dramaturgie Forschung

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Prof. Dr. habil. Barbara Büscher
Dr. Franz Anton Cramer 

Kollaborative
Archivprozesse

Vier Kuratorische Salons

gefördert durch die VolkswagenStitung

ÜBER DAS PROJEKT

Ein Projekt zur Wissenschaftskommunikation

Anhand der Ergebnisse aus unserer bisherigen Forschung zu subversiven Archivpraktiken im Feld der Aufführungskünste wollen wir Überlegungen zu Ansätzen für eine „infrastructure of care“ entwickeln, einer tragenden Struktur für Nachhaltigkeit und pflegenden Umgang mit ephemeren Wissensstrukturen. Dazu laden wir in vier Städten zu kuratorischen Salons ein.
Die Salons sind community-orientiert und richten sich an institutionelle Vertreter:innen, interessiertes Publikum, selbständige Kulturschaffende, Kurator:innen aus dem Bereich der Aufführungskünste. Die Veranstaltungen umfassen verabredete Beiträge, künstlerische Interventionen und offene Gespräche. Es geht darum, Bewusstsein für die übergeordnete Bedeutung archivarischer Arbeit zu schaffen, weil ein Großteil des Wissens, welches in den aufführungs- und zeitbasierten Künsten vorliegt, prozessualer Art ist. Die wachsende Zahl an Initiativen zu eigenständigen, selbstbestimmten und proaktiven Archivierungsplattformen wie auch die Vielfalt künstlerischer Arbeitsformen und kuratorischer Prozesse sind eine Ressource, die es zu exponieren gilt. Mit den kuratorischen Salons tragen wir zu dieser Sichtbarkeit bei, indem wir den Adressat:innen einen strukturierten Dialog und spezifische Kommunikationstools anbieten, um das gemeinsame Feld zu verstehen, die eigene Rolle darin zu formulieren und sich in ihm strategisch zu bewegen. Das erhöht das Potential, Wissen zu bewahren, weiterzugeben und Archivierung als Teil des Kunstschaffens zu verankern.

 

Projekt-Laufzeit: 1. August 2026 bis 31. Juli 2027

Barbara Büscher and Franz Anton Cramer have cooperated since 2006, formulating questions and developing methods and formats to interweave their individual disciplinary perspectives: media studies, performance studies; dance studies, archival theory and philology, respectively. Since 2009, in cooperation with scholars, curators and artists, they have regularly published the online journal MAP media | archive | performance (www.perfomap.de). The journal’s contributors come from various academic and artistic disciplines and their articles are seen as an important contribution to research in the field. The use of digital, freely accessible forms of publication has always been a vital element of our strictly inter- and transdisciplinary research and publishing activity. Recent publications include:

  • Bewegen, Aufzeichnen, Aufheben, Ausstellen: Archivprozesse der Aufführungskünste. Ein Arbeitsbuch. Leipzig: Qucosa 2021; DOI: https://doi.org/10.25366/2022.2. (Barbara Büscher and Franz Anton Cramer).
  • Barbara Büscher 2023. „Books as Archive of Performance Art and Source Material of Its History“ In Reconstructing Performance Art. Tancredi Gusman (ed.).
  • Materialities in Dance and Performance: Writing, Documenting, Archiving. 2024. Bielefeld: transcript (Franz Anton Cramer, and Gabriele Klein, eds.).
  • Franz Anton Cramer 2024. „Written Artefacts in Performance, Writing as Performance: Origination and Dissemination”. manuscriptcultures 21, 224–232.
  • Barbara Büscher 2025. „Performance art in the museum since the 2000s: Key issues, curatorial decisions, exhibition constellations“ In Arabeschi. International journal of studies on literature and visuality, no. 25.
  • Relational Acts. Performance Practices and Media of Documentation. Berlin: De Gruyter (forthcoming). (Barbara Büscher, Franz Anton Cramer, and Ulrike Hanstein, eds.).



Prof. Dr. habil. Barbara Büscher:  barbara.buescher@hmt-leipzig.de

Dr. Franz Anton Cramer:  franz-anton.cramer@hmt-leipzig.de