Wissenschaftliche Qualifikationen

Habilitation an der HMT Leipzig

Erlangung der Lehrbefähigung im wissenschaftlichen Fachgebiet

Die Habilitation an der HMT Leipzig dient dem Nachweis der wissenschaftlichen Lehrbefähigung in einem der an der Hochschule vertretenen Fächer. Durch eine eigenständige wissenschaftliche Leistung und begleitende Lehrtätigkeit qualifizieren sich Habilitand*innen für eine Professur im Hochschulbereich. Das Verfahren wird von einer Kommission begleitet und bietet Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen sowie fachlichen Austausch innerhalb und außerhalb der Hochschule.

Seit 2013 besteht die Möglichkeit, sich an der HMT Leipzig in folgenden Fächern zu habilitieren:

  • Musikwissenschaft
  • Musikpädagogik
  • Theaterwissenschaft/Dramaturgie

 

Näheres regelt die Habilitationsordnung.

Der Habilitationskommission gehören alle promovierten Professorinnen und Professoren und habilitierten Mitglieder der Fakultät III der Hochschule sowie mindestens zwei auswärtige Mitglieder, die habilitiert oder promovierte Professorinnen oder Professoren sein müssen, an.

Die aktuell geltende Habilitationsordnung der HMT Leipzig als

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LAUFENDE UND ABGESCHLOSSENE HABILITATIONEN


Abschluss des Habilitationsverfahrens im Sommersemester 2022.

Die Habilitationsschrift erschien 2023 als Band 6 der Reihe Musica poetica im Ortus Musikverlag, Beeskow  HIER

Inhalt: 

Die Festlichkeiten zu Geburt und Taufe, zu Thronbesteigung und Volljährigkeit, zu Königsweihe und Vermählung Ludwigs xiv. folgten jeweils einem lange tradierten, kulturell tief verankerten Muster. Ob es sich bei den königlichen Statuspassagen um ein Übergangsritual im engeren Sinne handelte, bei welchem die Mitwirkung von Kirchenvertretern erforderlich war, oder ob ein primär politisch motiviertes Zeremoniell ausagiert wurde, war dabei immer auch an der musikalischen Gestaltung erkennbar. Die Übergänge, die in den einzelnen Ritualkomplexen soziale und politische Ordnung transformativ herstellten, wurden im Nachgang stets durch ein breites Spektrum sinnlich erfahrbarer Spektakel konfirmativ dargestellt.

Wichtiger als die Frage, welche oder wessen Musik gespielt wurde, ist hierbei jeweils die Frage, welche Musiker vor, während und nach den jeweiligen Handlungselementen auf welchen Instrumenten spielten. Durch die Verknüpfung mit dem Konzept der drei Körper des Königs («natürlich», «heilig» und «politisch») wird in dieser Studie erstmals demonstriert, dass die Auswahl von Musik und der Einsatz von Musikern bei den Statuspassagen des Sonnenkönigs einem klaren, aber bisher übersehenen Prinzip folgten.