Wissenschaftliche Qualifikationen

PROMOTION AN DER HMT LEIPZIG

Erlangung des akademischen Grades „Doctor philosophiae"

Die Promotion an der HMT Leipzig ermöglicht es, durch eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit den Doktortitel zu erwerben. Promovierende werden in ihrer Forschung von qualifizierten Betreuer*innen unterstützt und haben die Möglichkeit, ihre Ergebnisse im Rahmen von Kolloquien und Tagungen zu präsentieren. Die Hochschule fördert dabei sowohl individuelle Promotionsvorhaben als auch strukturierte Programme, die eine enge Vernetzung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglichen. 


Alle die Promotion betreffenden Belange, insbesondere die Regularien zum Zulassungsverfahren, zur Durchführung und zum Abschluss der Promotion, werden in der Promotionsordnung geregelt.

Die aktuell geltende Promotionsordnung der HMT Leipzig finden sie hier:

Promotionsordnung der HMT Leipzig

 

Prof. Dr. phil. habil. Christian Pischel (FR Dramaturgie: Medien), Vorsitzender  (christian.pischel@hmt-leipzig.de)

Dr. phil. Dag Kemser (FR Dramaturgie: Theater)

Prof. Dr. phil. habil. Benedikt Leßmann (FR Musikpädagogik: Musikwissenschaft)

Prof Dr. phil. Ines Mainz (FR Musikpädagogik: Musikpädagogik, Pädagogik)

Prof. Dr. phil. Constanze Rora (FR Musikpädagogik: Musikdidaktik, Musikpädagogik)


Eine Promotion an der HMT ist auch im Rahmen eines Graduiertenstudiums möglich. Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Graduiertenstudium an der HMT Leipzig

WISSENSCHAFTLICHES KOLLOQUIUM

Drei Mal pro Semester lädt die HMT Leipzig zum Wissenschaftlichen Kolloquium ein. Promovierende, Lehrende und Gäste geben hier Einblick in aktuelle Forschungsprojekte – hochschulöffentlich, interdisziplinär und offen für Diskussion. Die Teilnahme ist auch Bestandteil des Graduiertenstudiums.

Die aktuellen Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

 

FACHKOLLOQUIEN

Neben dem interdisziplinär ausgerichteten Wissenschaftlichen Kolloquium werden auch fachspezifische Kolloquien angeboten. Ansprechpartner dazu sind:

Musikwissenschaft - Prof. Dr. phil. habil. Benedikt Leßmann

Musikpädagogik - Prof. Dr. phil. Markus Hirsch, Prof. Dr. phil. Constanze Rora

Theater- und Medienwissenschaft/Dramaturgie - Prof. Dr. phil. habil. Christian Pischel

 

LAUFENDE PROMOTIONEN


Diese Arbeit widmet sich der Erforschung der Orchesterwerke von Anna Thorvaldsdottir aus dem Zeitraum 2017–2022. Im Zuge der Untersuchung des bisher kaum erforschten Werkes der isländischen Komponistin wird auf den Diskurs zu den Begriffen Ecomusic und Drones sowie zum höranalytischen Zugang eingegangen.

Katharina Blassnigg absolvierte die Studien Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) sowie die Studien Harfe und Gesang an den Landeskonservatorien Klagenfurt und Innsbruck. 2015–2019 hatte sie einen Lehrauftrag für Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig inne und seit 2017 lehrt sie an der mdw am IKE / Institut für Komposition, Elektroakustik und Tonmeister*innen-Ausbildung, seit 2022 als Senior Lecturer.


Betreuerin: Prof. Dr. phil. Gesine Schröder

 

 

Unter dem Titel "Odyssee im Klangraum - Vorfilmische Musik im Spielfilm seit 2001" wird dargelegt, auf welche Weise Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts in erfolgreichen Filmen der deutschen Kinolandschaft zum Einsatz kommt. Nach einem empirischen Teil mit dem Ziel, Aussagen zur Häufigkeit des Einsatzes bestimmter Werke, Komponist*innen o.ä. treffen zu können, folgt im zweiten Teil die Analyse zahlreicher Filme bzw. Filmszenen.

 

Manuel Buch

studierte von 2004 bis 2008 an der HMT und Universität Leipzig Musik und Germanistik auf das Lehramt Gymnasium, bevor er in Rheinland-Pfalz das Referendariat absolvierte. Während des Studiums und der ersten 10 Berufsjahre an einer Gesamtschule in Mainz komponierte er zahlreiche Musiktheaterwerke für Schulen und professionelle Ensembles. 2017 gründete er den Musical- und Theaterverein “Helden von heute e.V.”, den er hauptverantwortlich leitet. Er ist Mitbetreiber eines Programmkinos und lebt mit seiner Frau und vier Kindern in der Nähe von Kaiserslautern.

 

 

Die zunehmende Präsenz von Bewegtbildern und ihrer screen-gestützten Präsentation erfordert eine Neubetrachtung des Aufführungsgefüges als wechselseitige Konstellation von Raum, Akteur:innen (Performende und/oder Zuschauende/Teilnehmende) und medialer Anordnung. Mit einem interdisziplinären Ansatz wird an der Schnittstelle von Theater-, Medien- und Kunstwissenschaft aus einem Pool vielgestaltiger Beispiele auf Basis aufführungsanalytischer Betrachtungen ein Entwurf für eine Typologie erarbeitet.

  

Verena Elisabet Eitel

Dipl.-Dramaturgin, M.A. Filmwissenschaft, seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Architektur und Raum für die Aufführungskünste“ an der HMT Leipzig; Promotionsprojekt seit 2019; ebenfalls seit 2019 Lehrtätigkeiten; 2013 bis 2017 Dramaturgin am Schauspiel Stuttgart und Nationaltheater Weimar; 2015 Marie-Zimmermann-Stipendium für junge Dramaturg:innen; Redaktionsmitglied des e-Journals MAP – Media Archive Performance.

 

Publikationen (Auswahl)

- Architektonik des Temporären — Szenografische Anordnungen und Potenziale gemeinschaftsstiftender Strategien in Festivalarchitekturen. In: Julia Buchberger, Patrick Kohn, Max Reiniger (Hg.): Radikale Wirklichkeiten. Festivalarbeit als performatives Handeln. Bielefeld 2021.

- Barbara Büscher und Verena Elisabet Eitel: PACT Zollverein Essen / Forum Freies Theater Düsseldorf. Geschichte, Raumprogramm, kuratorische Konzeptionen und künstlerische Projekte. ARBEITSHEFT #2: Produktionshäuser zeitgenössischer performativer Künste. Leipzig März 2021/Oktober 2020.
mehr zur Reihe: → HIER

- Die Black Box verlassen. Film, Kino und mobile Displays. In: Barbara Büscher, Verena Elisabet Eitel, Beatrix von Pilgrim (Hgs.): Raumverschiebung: Black Box – White Cube. Hildesheim 2014.

 

Betreuerin: Prof. Dr. phil. habil. Barbara Büscher

 

 

In dem Forschungsprojekt wird die Fortentwicklung musiktheoretischen Denkens in (West-)Deutschland um das Jahr 1970 untersucht. Dabei steht ein Zeitraum im Zentrum, der zwischen einer Bestandssicherung von Umwälzungen der NS-Zeit noch in der jungen Bundesrepublik und einer größeren Vernetzung der Theorie-Szene ab dem Jahr 2000 liegt.

Christian Groß studierte Kirchenmusik, Orgel/Improvisaton, Musiktheorie und Chorleitung in Leipzig, Freiburg und Trossingen. Preise und Auszeichnungen bei diversen Orgelwettbewerben sowie beim künstlerischen Wettbewerb der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH). Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk. Lehrtätigkeit in musiktheoretischen Fächern und Liturgischem Orgelspiel/Improvisation an Hochschulen und Akademien in Berlin, Leipzig, Rottenburg und Teheran.

Betreuerin: Prof. Dr. phil. Gesine Schröder

 

 

Instrumentation und Orchestration sind seit dem 19. Jahrhundert als maßgebliche Parameter musikalischer Komposition nicht mehr wegzudenken. Wie sehr das nämliche Jahrhundert diesem Fachgebiet einen Nährboden für dessen erfolgreiches Wachstum bot, zeigen die vielen umfangreichen Instrumentations- und Orchestrationslehren, darunter jene von Jean-Georges Kastner (1837), Hector Berlioz (1844) und François-Auguste Gevaert (1863). Kern der seit den 1830er Jahren andauernden Debatte, die sich ausgehend vom Aufblühen dieser Disziplin entspann, ist die Frage nach deren Lehrbarkeit. Von Berlioz in dessen Grand traité d’instrumentation et d’orchestration modernes klar verneint, liegt eine erste systematische Herangehensweise in der bereits 19 Jahre später von Gevaert veröffentlichten Instrumentationslehre vor, welche ihre geistige Fortsetzung in Charles Koechlins Traité de l’Orchestration (1954) finden sollte. Die besondere Stellung des Faches zeigt sich nicht zuletzt auch darin, dass bis 1977 der Unterricht nie losgelöst vom Kompositionsstudium erfolgte. Das vorliegende Dissertationsvorhaben widmet sich der Frage, wie das Fach „Instrumentation und Orchestration“ im Rahmen des Kompositionsstudiums bis zu seiner Herauslösung aus diesem Kontext unterrichtet wurde. Das Kompositionsstudium am Conservatoire National de Musique et de Danse de Paris steht hierbei mit seiner internationalen Strahlkraft exemplarisch für die Ausbildung dieses Faches in Frankreich. Zur Untersuchung der Entwicklung der Lehre des Faches bis einschließlich 1977 werden sowohl die für die jeweilige Zeit maßgeblichen gedruckten Instrumentations- und Orchestrationslehren herangezogen als auch Curricula, Studierendenakten und Prüfungsleistungen, desgleichen private Korrespondenzen, Interviews und Tagebucheinträge, um eine Aussage bezüglich der Lehre eines „nicht lehrbaren“ Faches tätigen zu können.

 

Betreuerin: Prof. Dr. phil. Marianne Betz


Betreuer: Prof. Dr. phil. habil. Christoph Hust

 

Die Arbeit betrachtet die Entwicklung der in der Musiklehrerbildung angesiedelten Disziplin "schulpraktisches Klavierspiel" an ausgewählten Musikhochschulen Deutschlands. Dabei wird in einer mehr als ein Jahrhundert umfassenden Retrospektive erklärt, warum aus dem "Partiturspiel" des beginnenden 20. Jahrhunderts eine Disziplin wurde, die das Begleiten von Liedern resp. Songs zu ihrem hauptsächlichen Gegenstand hat, warum es das Fach "schulpraktisches Klavierspiel" an der HfM Weimar (DDR) lange vor den Musikhochschulen der BRD gab und wieso der europaweit singuläre Wettbewerb, der Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel "Grotrian-Steinweg", seit mehr als 30 Jahren in Weimar ausgetragen wird.

 

Veit Riese

  • 1998 - 2004 Studium für das Lehramt an Gymnasien (Musik und Deutsch) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • 2004 - 2006 Referendariat am Landesgymnasium für Musik Wernigerode
  • 2006 - 2012 Lehrer für Schulpraktisches Klavierspiel, Musik und Deutsch am Landesgymnasium für Musik Wernigerode
  • 2012 - 2015 Lehrer für Musik und Deutsch an der Deutschen Internationalen Schule Den Haag
  • seit 2015 Lehrer für Musik und Deutsch am Gymnasium Südstadt Halle (Saale), dort seit 2018 schulfachlicher Koordinator
     

 

Hier gehe ich der Frage nach, welchen kompositorischen Ansatz Salvatore Sciarrino in seinen zwischen 2002 und 2019 fertiggestellten Bühnenwerken verfolgt. Um dies herauszufinden, untersuche ich hierin enthaltene Satzmodelle, Bearbeitungstechniken, Klanggebilde wie auch semantische Stilmittel, welche wesentlich zu seiner Komponierlogik beitragen. 

Daniel Serrano studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition bei Michael Jarrell und Musiktheorie bei Gesine Schröder. Am Leonard Bernstein Institut im selben Haus ist er seit 2018 als Lehrbeauftragter für Musiktheorie tätig. Außerdem erhielt er 2015 den 1. Preis des Fanny-Hensel-Kompositionswettbewerbs, 2017 den 1. Preis des künstlerischen Wettbewerbes der GMTH, 2017 den Nikolaus-Fheodoroff-Kompositionspreis sowie 2020 den Würdigungspreis der mdw.

 

 

Das Promotionsvorhaben beleuchtet das Verhältnis von außerschulischen und schulischen Musikpraxen. Welche Aspekte von Musik als sozialer Praxis finden sich im Musikunterricht und insbesondere in produktionsdidaktischen Inszenierungen wieder? Inwiefern werden praxistheoretisch relevante Merkmale und Spielregeln berücksichtigt? Dem schulischen Musikunterricht scheint es nur selten zu gelingen, die charakteristischen Qualitäten von Musikpraxen erscheinen zu lassen und für Schüler*innen erfahrbar zu machen. Für die Ermöglichung erfüllter musikalisch-ästhetischer Praxis rücken aus praxistheoretischer Perspektive vermeintliche Randaspekte in den Vordergrund.  

Anselm Vollprecht wurde 1992 in Hannover geboren und ist Musiker, Musikpädagoge sowie Gymnasiallehrer für die Fächer Musik und Biologie (1. Staatsexamen). Er arbeitet seit 2021 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikpädagogik der HMT Leipzig und promoviert bei Prof. Dr. Christopher Wallbaum. Im Juni 2022 übernahm er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Koordination des Teilvorhabens „Online_Musizieren_Unterrichten im digitalen Hochschulraum" an der Hochschule für Musik Dresden.

Betreuer: Prof. Dr. phil. i.R. Christopher Wallbaum