
Dramaturgie Bachelor-Projekte
Teil des Bachlorstudiengangs ist ein Praxissemester im zweiten Studienjahr. Im Rahmen dieses Praxis-Semesters absolvieren die Studierenden ein Praktikum und erarbeiten zudem selbstverantwortlich ein eigenständiges künstlerisches Projekt. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der enstandenen Projekte.
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SOMMERSEMESTER 2026
26.06.2026, 20.00, Lindenfels Westflügel
Nastasja and Lena [DE/IT], Try-Out
[DE]
BAREROOTS ist ein Stück zwischen zeitgenössischer Jonglage und Objekttheater. Das Stück spielt auf einer kleinen, quadratischen Bühne und bietet eine neue Perspektive auf kollektive Ressourcennutzung. Die reduzierte Spielfläche ermöglicht eine dichte, fein verwobene Performance, in der Gesten und detaillierte Jonglagesequenzen in den Vordergrund treten. Ein Stück der Details – Details, die auf einer größeren Bühne verloren gingen.
2 Personen, 4 Hände, 9 weiße Bälle, 20 Zehen, und Kresse sind der Ausgangspunkt. – Gut vermischen, ziehen lassen und in guter Gesellschaft servieren.
Die Jongleurinnen Lena Kautz (DE) und Nastasja Jagodić (IT) haben sich während ihres Studiums in Rotterdam kennengelernt und arbeiten seit vorletztem Jahr gemeinsam in einem Jonglage Kollektiv. Sie werden einen Ausschnitt aus ihrer aktuellen Produktion BAREROOTS zeigen, die im Frühjahr 2027 Premiere feiern wird. Im Anschluss gibt es ein Nachgespräch.
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[EN]
BAREROOTS is a piece that blends contemporary circus with object theater. The performance takes place on a small, square stage and offers a fresh perspective on the collective use of resources. The intimate stage space allows for a dense, intricately woven performance in which gestures and detailed juggling sequences take center stage. A piece of details — details that would be lost on a larger stage.
2 people, 4 hands, 9 white balls, 20 toes, and cress are the starting point. — Mix well, let it steep, and serve in good company.
Jugglers Lena Kautz (DE) and Nastasja Jagodić (IT) met while studying in Rotterdam and have been working together in a juggling collective since the year before last. They will present an excerpt from their current production, BAREROOTS, which will premiere in the spring of 2027. A talk will follow after the showing.
Foto: Igor Ripak
07. Juni 2026, 18 Uhr,
BlackBox HMT Dittrichring 21
Was regt sich da unter der Haut? Was verschanzt sich hinter diesem Knochengerüst und kriecht durch die engen Windungen des Gehirns? Es ist ein "Ich"!
Wie sieht es aus? Was macht es da in seinem Körper? Wann kommt es endlich mal aus sich heraus? Das "Ich" scheint festzustecken in seinem Körper, dieser labyrinthischen Höhle. So ein Stubenhocker! Kann es sich selbst befreien oder muss es hervorgezerrt werden? Sind dem "Ich" die Gänge seines Körpers so fremd, dass es nicht selbst hinaus finden kann? "Antikörper" versucht einen gezielten Zugriff auf dieses Wesen, welches im menschlichen Körper wohnt. Mit literarischen Texten, Interviews und einer szenischen Lesung wird versucht, dem "Ich" auf die Schliche zu kommen.
Dauer: ca. 45 min
Eintritt frei
05. & 06.06.2026 Cammerspiele Leipzig
“Lolita. Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden.” So beginnt Nabokovs Roman Lolita (1955). Von Stanley Kubricks Verfilmung über Tumblr-Subkultur bis Lana del Rey wird Humbert Humberts Erzählung weltweit als tragische und verbotene Liebesgeschichte rezipiert. Einer der “großen Liebesromane der modernen Weltliteratur”. Wirklich?
In Nabokovs Roman protokolliert der Literaturwissenschaftler Humbert Humbert über Hunderte von Seiten in seinem Taschenkalender seine Obsession für die “grazile kindhafte Nymphe” , die ihn verführt hat und die er schließlich als Stiefvater auf einen Roadtrip entführt und zu seiner “Geliebten” macht. Wer dabei nicht zu Wort kommt? Dolores selbst – von ihm “Lolita” genannt.
Genau dort setzt Lea Ruckpauls Roman “Bye Bye Lolita” an: Dolores schreibt von der hintersten Seite des Taschenkalenders aus ihre eigene Geschichte. Sie erzählt schmerzhaft von ihrer Kindheit, der sexualisierten Gewalt durch Humbert Humbert und deren Auswirkungen bis in ihre Gegenwart. Überschreibend holt sie sich die Deutungshoheit zurück und erhebt Anklage gegen Humbert Humbert, die ihr auferlegte Rolle und das Patriarchat.
In dieser szenischen Lesung basierend auf Ruckpauls Roman folgen wir Dolores´Stimme: Mit ihr fragen wir nach Macht im Erzählen und im Erleben. Wir verfolgen die Nabokov-Rezeption von Buchcovern über Internetkultur bis in Songlyrics und zerschlagen den patriarchalen Deutungsrahmen, stoßen an seine Grenzen. Wir fragen: Was hat das mit unserer Gegenwart zu tun? Und merken: Dolores war nie allein.
Schauspiel: Marleen Müller | Konzept & Regie: Jette Drewanz & Maria Păcurariu | Musik: Vico Rosenberg | Produktionsassistenz: Ella Edelmann
SOMMERSEMESTER 2025
auf Kurdisch/Kurmandschi mit deutschen ÜT
6.7.25, 20:00
Wxssxrschxdxn & Makan Spätibar






