Quellenkunde Musik

Quellenreproduktionen im MT-Katalog

Über den MT-Katalog  erhalten Sie als Bibliotheksnutzer Zugang zu aktuell ca. 36.000 Reproduktionen musikgeschichtlicher Quellen. Es handelt sich um Faksimiles, Mikroformen, die aus anderen Bibliotheken erworben wurden sowie für das Hochschulnetz lizenzierte oder frei zugängliche Digitalisate (siehe MT-Katalog Info). Kombinieren Sie bei der Katalogsuche nach Quellenmaterial den Suchbegriff (z. B. Komponistenname) mit dem Terminus "Quelle". Ebenso können Sie Ihre Suche im Nachhinein über die Facette "Ausgabeform" auf Quellen einschränken. Wenn Sie Materialien benötigen, die im MT-Katalog nicht zu finden sind, lohnt sich eine bibliographische Recherche.     

 

Musikhandschriften in Bibliotheken weltweit

Den umfassendsten Nachweis zu Musikhandschriften aus Bibliotheken weltweit finden Sie in der

Der größte Teil der nachgewiesenen Materialien stammt aus dem Zeitraum 1600-1800. Einige Bibliotheken verzeichnen auch ältere oder jüngere Manuskripte. 

 

Bitte beachte Sie, dass RISM für Bibliotheksnamen ein eigenes Abkürzungssystem benutzt, das online abrufbar ist oder auch gedruckt vorliegt.  Die Bibliothekssiglen setzen sich aus einer Länderkennung in fetten Großbuchstaben, einem Städtekürzel in Großbuchstaben und einem Bibliothekskürzel zusammen.

 

Beispiele

 

D LEb = Deutschland, Leipzig, Bach-Archiv
F Pn = Frankreich, Paris, Bibliotheque nationale
US Wc = USA, Washington, Library of Congress

Unabhängig vom Entstehungszeitraum der Handschriften ist in RISM nur ein Bruchteil der weltweit existierenden Musikhandschriften verzeichnet.

 

Weitere Hilfsmittel sind

  • Werkverzeichnisse gedruckt im Bibliotheksbestand. Sie verzeichnen in der Regel die Werke eines Komponisten und dokumentieren meist auch die zentralen Quellen.
  • Spezialkataloge einzelner Bibliotheken gedruckt im Bibliotheksbestand

Für Bestellungen von Quellenreproduktionen für Lehre und Praxis wenden Sie sich rechtzeitig an uns. 

 

Frühe Musikdrucke aus Bibliotheken weltweit

Zahlreiche, aber längst nicht alle Musikdrucke sind heute in regulären Bibliothekskatalogen verzeichnet und somit über den Karlsruher Virtuellen Katalog zu recherchieren. Darüber hinaus gibt es zentrale Hilfsmittel für eine systematische Suche.

 

Musikdrucke bis zum Erscheinungsjahr 1800 werden im Rahmen des Projekts "Repertoire Internationale des Sources Musicales" (RISM) nachgewiesen.

RISM unterscheidet zwischen

- Einzeldrucken (Drucke mit Werken eines Komponisten) und

- Sammeldrucken (Drucke mit Werken mehrerer Komponisten)

 

Einzeldrucke finden Sie in

Sammeldrucke sind verzeichnet in

  • RISM Sammeldrucke - B/1 online im RISM-Opac
  • RISM Sammeldrucke - B/1 gedruckt im Bibliotheksbestand. Der Band zum 16./17. Jahrhundertr verzeichnet die Drucke chronologisch. Der Band zum 18. Jahrhundert erfasst die Drucke alphabetisch nach Titel.

Bitte beachte Sie, dass RISM für Bibliotheksnamen ein eigenes Abkürzungssystem benutzt, das online abrufbar ist oder auch gedruckt vorliegt. Die Bibliothekssiglen setzen sich aus einer Länderkennung in fetten Großbuchstaben, einem Städtekürzel in Großbuchstaben und einem Bibliothekskürzel zusammen.

 

Beispiele

 

D LEb = Deutschland, Leipzig, Bach-Archiv

F Pn = Frankreich, Paris, Bibliothèque nationale de France

US Wc = USA, Washington D. C., Library of Congress

 

Weitere Hilfsmittel sind

  • Werkverzeichnisse gedruckt im Bibliotheksbestand. Sie verzeichnen in der Regel die Werke eines Komponisten und dokumentieren meist auch die zentralen Quellen

  • Spezialkataloge einzelner Bibliotheken gedruckt im Bibliotheksbestand

Für Bestellungen von Quellenreproduktionen für Lehre und Praxis wenden Sie sich rechtzeitig an uns.

 

Musikdrucke des 19. und 20. Jahrhunderts

Für Musikdrucke des 19. und 20. Jahrhunderts liegt kein umfassendes Nachweisinstrument vor. Sie sind in der Regel in den normalen Katalogen der besitzenden Bibliotheken verzeichnet. Wir empfehlen zunächst eine Suche über den zentralen Karlsruher Virtuellen Katalog.

Haben Sie nur ungenaue Angaben zu dem gesuchten Werk, ist es ratsam, den Druck zunächst genauer zu bestimmen. Dazu lohnt sich ein Blick in die zentrale Bibliographie für Musikdrucke  aus dem Zeitraum 1829-1900 bzw. 1901-1947

Hier finden Sie Titel, Verlag und Erscheinungsjahr aller Musikdrucke, die im genannten Zeitraum in Deutschland erschienen sind. Mit diesen Angaben lässt sich die Suche präzisieren.

Ein umfangreicher Bestand an Musikdrucken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der über die gängigen Bibliothekskataloge noch nicht verzeichnet ist, liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin. Nutzen Sie  für die Recherche den

Bitte beachten Sie die Nutzungshinweise der Staatsbibliothek.

 

Werkverzeichnisse

Die HMT-Bibliothek verfügt über einen umfangreichen Bestand an Werkverzeichnissen, die gesondert im Ausleihbereich aufgestellt sind (Signaturengruppe WV). Werkverzeichnisse dokumentieren das vollständige Oeuvre eines Komponisten. Sie sind nach Opus-Zahl, chronologisch oder nach Werkgattungen aufgebaut und verfügen in der Regel über umfangreiche Register. Verzeichnisse der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts bieten zudem meist detaillierte Angaben zur Quellenlage der verzeichneten Werke. 

 

Bibliothekarische Spezialkataloge

Bibliotheken veröffentlichen zu einzelnen ihrer musikalischen Sammlungen Spezialkataloge. Sie dokumentieren häufig auch die Quellen zum Schaffen eines Komponisten oder eines bestimmten Zeitraums.  

 

Gesamt- und Denkmälerausgaben

Die HMT-Bibliothek verfügt über zahlreiche Gesamt- und Denkmälerausgaben, die alphabetisch nach Komponisten im unteren Foyer aufgestellt sind. Viele dieser Ausgaben verfügen über Kritische Berichte, welche die Quellensituation zu den edierten Werken detailliert beschreiben. Möchten Sie recherchieren, in welcher Gesamt- oder Denkmälerausgabe ein gesuchtes Werk erschienen ist, verwenden Sie die Datenbank 

 

Schnelleinstiege

RISM

Bsp. Einzeldrucke A/1 [262.5KB/pdf]
Bsp. Sammeldrucke B/1 [598.5KB/pdf]