Das Zentrum für Gegenwartsmusik (ZfGM) wurde 2016 an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" auf Initiative des Rektorats und der assoziierten Fachrichtungen gegründet.

Gegenwart ist der Verknüpfungspunkt zwischen der Vergangenheit insgesamt, darunter auch die Musik der klassischen Moderne und der Nachkriegsavantgarde, und einer prinzipiell offenen und deswegen allererst zu gestaltenden Zukunft. Das ist wesentlich mehr, als mit dem inzwischen selbst historisch gewordenen Begriff der Neuen Musik assoziiert wird. Das Zentrum setzt seinen Akzent auf die Kreativität lebendiger, aktiver und neugieriger Zeitgenossenschaft.

 

Dabei lebt es von einem mehrschichtigen Zeitbezug:

  • Das Zentrum pflegt das Studium und die Aufführung der Neuen Musik als der großen Musikepoche seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts.
  • Es initiiert musikalische und kompositorische Kreativität in der Gegenwart
  • Es fördert die epochenübergreifende Auseinandersetzung zwischen älterer und neuer Musik.
  • Es öffnet den Horizont für die Aufgaben und Potentiale der Zukunft.

 

Das Zentrum legt einen besonderen Fokus auf:

  • künstlerische Eigenständigkeit und Freiheit
  • eine möglichst offene Diskussionskultur
  • eine profunde Auseinandersetzung mit der Tradition der europäischen Kunstmusik
  • den Anschluss an Musikwissenschaft und Musiktheorie
  • die Verbindung mit einem zeitgenössischen philosophischen und kulturwissenschaftlichen Diskurs
  • Innovation und Recherche in Bezug auf die gesellschaftliche Relevanz der Gegenwartsmusik
  • eine Vernetzung mit anderen musikalischen und künstlerischen Fachbereichen

 

Das Zentrum für Gegenwartsmusik bietet die Möglichkeit, sich mit folgenden Anforderungen der Gegenwart

auseinanderzusetzen:

  • der Verfügbarkeit der gesamten Kunstmusik seit dem Mittelalter sowie der populären Musik, des Jazz und anderen Musiktraditionen in aller Welt
  • einem Pluralismus unterschiedlicher Stile und Ästhetiken
  • der Internationalisierung des Komponierens und Musizierens durch eine immer globalisiertere Musikwelt
  • dem zunehmenden Einfluß von computergestützter Komposition, elektroakustischer Musik, Live-Elektronik und anderen Musiktechnologien
  • der Interdisziplinarität von Musik, Theater, Performance, Video und anderen Medien
  • der Erweiterung von Präsentationsformen für die Öffentlichkeit
  • der stärker werdenden Bedeutung eines lebendigen Diskurses zwischen Ästhetik, Philosophie, Kulturtheorie, Wissenschaft und Politik.

 

Die Aktivitäten des Zentrum sind:

  • Lehre und Forschung
  • Aufführungen und künstlerische Projektarbeit
  • Kommunikation und Vermittlung
  • Vernetzung und Partnerschaften