März 2020

Bleibt zu Hause!

Aufruf der Leipziger Stadtverwaltung vom 27. März 2020

Bleibt zu Hause! Aufruf der Leipziger Stadtverwaltung vom 27. März 2020
Die Stadt Leipzig startet die Informationskampagne #leipzigbleibtzuhause, die sich in diesen Tagen sowohl im Stadtbild als auch in den Social Media Kanälen wiederfinden wird.
Damit sollen alle Leipziger und Leipzigerinnen ermuntert und erinnert werden, die geltenden Kontakt- und Bewegungseinschränkungen einzuhalten. Nur so gelingt es uns, die Corona-Pandemie einzugrenzen. Gerade mit Blick auf die kommenden Schönwettertage, das Wochenende und die lange Dauer der Einschränkungen soll daran erinnert werden.

Zum Sommersemester 2020

Pressemeldung der Landesrektorenkonferenz (LRK) vom 26. März 2020

Bezugnehmend auf den Offenen Brief: „Das Sommersemester muss ein Nicht-Semester werden“ der Professorinnen Paula-Irene Villa Braslavsky (LMU München), Andrea Geier (Universität Trier) und Ruth Mayer (Leibniz Universität Hannover) teilt die Landesrektorenkonferenz Sachsen mit, dass die sächsischen Hochschulen aktuell daran festhalten, das kommende Sommersemester im Interesse der Studierenden nicht zu einem „Nicht-Semester“ erklären zu wollen.


Die sächsischen Hochschulen haben – wie auch andere Hochschulen bundesweit – aktiv Maßnahmen zur Verzögerung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) ergriffen, um so die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten. Hierzu wurde u.a. der Beginn von Präsenzveranstaltungen auf frühestens 04.05.2020 verschoben. Die Präsenzveranstaltungen bis 04.05.2020 fallen jedoch nicht aus – die sächsischen Hochschulen richten alle ihre Kräfte auf die bestmögliche Sicherstellung der Lehr- und Prüfungsangebote, damit die Studierenden ein erfolgreiches Sommersemester 2020 trotz Beeinträchtigungen in verantwortbarer Weise durchführen können.


Die sächsischen Hochschulen setzen dabei auf schon vorhandene und bewährte Formate, werden aber auch neue Formate entwickeln - „Die Entwicklung von digitalisierten Lehr- und Lernformen läuft auf Hochtouren.“ stellt der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Sachsen, Prof. Dr. iur. Klaus-Dieter Barbknecht, fest. Auch die hochschulübergreifenden sächsischen Netzwerke wie z.B. das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen, der Arbeitskreis E-Learning oder die Bildungsportal Sachsen GmbH bemühen sich, stetig mehr und bessere digitale Angebote zur Verfügung stellen zu können. Alle Lehrenden wurden aufgefordert, für den Vorlesungsstart Online-Angebote bereitzustellen, dem die Lehrenden äußerst engagiert nachkommen. Zudem bemühen sich die Hochschulen andere Präsenzveranstaltungen, wie z.B. Praktika oder Exkursionen, unter anderen Bedingungen stattfinden zu lassen oder zu ersetzen.


Die Erklärung des Sommersemesters 2020 zu einem „Nicht-Semester“ hätte aus Sicht der Landesrektorenkonferenz Sachsen weitreichende – ggf. zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbare – negative Folgen für die Studierenden. Die Landesrektorenkonferenz Sachsen stellt daher fest, dass ein „Semesterausfall“ momentan nicht in Betracht komme.


Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Sachsen, Prof. Dr. iur Klaus-Dieter Barbknecht, betont: „Die sächsischen Hochschulen, die Hochschulleitungen und die Hochschulmitglieder stoßen in der gegenwärtigen Situation auf völlig neue Herausforderungen. Im Interesse der Studierenden darf aber nicht aufgegeben werden, weshalb die Hochschulen alles daran setzen, neue Wege in Lehre und Forschung, aber auch in der Verwaltung, zu beschreiten. Insbesondere für die Kunst- und Musikhochschulen stellt die Digitalisierung der Präsenzveranstaltungen eine große Hürde dar. Fest steht, dass das Sommersemester 2020 für alle Hochschulen in Deutschland, oder vielleicht sogar für alle Hochschulen weltweit, ein besonderes sein wird.“

www.lrk-sachsen.de/aktuelles

HMT bleibt bis zum 3. Mai 2020 geschlossen!

Pressemeldung der HMT vom 16. März 2020

HMT bleibt bis zum 3. Mai 2020 geschlossen! Pressemeldung der HMT vom 16. März 2020HMT-Gebäude Grassistr. 8, Foto: Jörg Singer
Die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig bleibt nunmehr bis einschließlich 3. Mai 2020 geschlossen. Sämtliche Veranstaltungen in diesem Zeitraum werden abgesagt. 
Der Übe- und Unterrichtsbetrieb ist bis dahin ausgesetzt. Die Bibliothek bleibt geschlossen.

Bereits gekaufte Eintrittskarten können an die Hochschule unter Angabe des Namens und der Bankverbindung an folgende Adresse zurückgesandt werden:
Hochschule für Musik und Theater, Postfach 10 08 09, 04008 Leipzig

Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWKT) und die sächsischen Hochschulen ergreifen damit aktiv weitere Maßnahmen zur Verzögerung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2), um so die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Zeit für vorbereitende Maßnahmen zu gewinnen. 

Für die Studierenden und Promovierenden an den sächsischen Hochschulen soll nach derzeitigem Stand zunächst darauf hingewirkt werden, ein erfolgreiches Sommersemester 2020 trotz Beeinträchtigungen in verantwortbarer Weise durchzuführen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sächsischen Hochschulen sollen weitestgehend ungefährdet und unter Berücksichtigung ihrer durch die Corona-Krise beeinträchtigten persönlichen Situation ihrer Beschäftigung nachgehen können. Die Hochschulen gehen in Stand-by-Betrieb, und sichern ihre ordnungsgemäße Verwaltung, ihre technischen Einrichtungen und Labore so, dass ihre Leistungsfähigkeit erhalten und wissenschaftliche Ergebnisse möglichst nicht gefährdet werden.

ENTFÄLLT!

Jazzkonzert – Gastspiel

Mi, 18.3.2020, 19.30 Uhr,
Grassistr. 8, Großer Saal

ENTFÄLLT!Jazzkonzert – Gastspiel Mi, 18.3.2020, 19.30 Uhr,Grassistr. 8, Großer SaalLeipJAZZigOrkester und Kammerorchester "artentfaltung", Foto: Florian Göthner

LeipJAZZig-ORKESTER &

KAMMERORCHESTER 'ARTENTFALTUNG'

 

Das  25. Festival LeipJAZZig wird mit einer außergewöhnlichen Besetzung eröffnet: die vierzehn Jazzsolisten des LeipJAZZig-Orkesters zusammen mit dem Leipziger Kammerorchester "artentfaltung" unter der Leitung von Stephan König. Anlässlich des Festivaljubiläums erklingt Stephan Königs neue Komposition INNER ORBIT. So wie die Planeten ihre Umlaufbahnen haben, gibt es auch bei jedem Menschen innere Umlaufbahnen – wiederkehrende Themen des Lebens kreisen um Emotionen und Temperamente und entwickeln sich dabei weiter. Die Uraufführung vertont die Zyklen von thematischen und emotionalen Umlaufbahnen – eine musikalische Reise durch Innenwelten mit kompositorischen und improvisatorischen Elementen in der instrumentalen Kombination von Jazz-Orchester, Kammerorchester und Solo-Klavier. Neben der Uraufführung ist an diesem Abend auch Stephan Königs Komposition LUNARIS – sieben Klangbilder zum Mond (2018) zu hören – der Orbit des Mondes und sein Einfluss auf die Phantasie als vielfarbiges und emotionales Klangbild.

 

 

LeipJAZZig-Orkester

Stephan König– Leitung, Klavier, Kompositionen, Arrangements

Thomas Prokein – Violine  

Christoph Schenker– Violoncello

Frank Nowicky– Saxophone, Klarinette, Flöte

Michael Arnold– Saxophone, Klarinette

Johannes Moritz– Saxophone, Klarinetten 

Michael Breitenbach – Saxophone

Frank Bartsch – Trompete  

Gundolf Nandico– Horn  

Bernd Angerhöfer– Tuba

Frank Kaiser – Gitarre  

Kay Kalytta – Vibraphon, Perkussion 

Stephan Weiser– Bass

Wieland Götze– Schlagzeug

 

Kammerorchester "artentfaltung"

Kerstin Friese, Martina Pachmann, Anna Maria Kronfeld, Adriana Blahunka,

Ekkehard Holzhausen, Angela Hodgson– Violine 

Matthias Schäfer,Cora Schwanebeck– Viola
Ulrike Strobel,Alejandro Barria– Violoncello  Norbert Stark– Kontrabass
Babett Niclas– Harfe  Annett Müller– Flöte  Jürgen Dietze– Oboe

Axel Andrae– Fagott  Jochen Pleß– Horn

Änderungen sind vorbehalten.

 

Karten ab 18.30 Uhr an der Abendkasse;

im Vorverkauf Ticketgalerie (Barthels Hof), Musikalienhandlung M. Oelsner (Schillerstr. 5), Ticket-Onlineshop www.lunabe.de

Karten zu 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Festivalpass (4 Tage) zu 70 Euro, ermäßigt 50 Euro

Veranstalter: Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V.

 

 

ENTFALLEN!

HSO-Konzerte

Fr/Sa, 27./28.3.2020, 19.30 Uhr,
Grassistr. 8, Großer Saal

ENTFALLEN!HSO-Konzerte Fr/Sa, 27./28.3.2020, 19.30 Uhr,Grassistr. 8, Großer SaalFoto: Siegfried Duryn

Hochschulsinfonieorchester

Leitung: Prof. Matthias Foremny/Studierende

Solist: Hector Burgan (Klasse Prof. Widmann, Meisterklassen-Examen)

 

Programm: 

 

Johannes Brahms (1833-1897): Konzert für Violine D Dur op. 77 

Béla Bartók (1881-1945): Der wunderbare Mandarin (Konzertfassung) 

Ludwig van Beethoven (1770-1827): 5. Sinfonie

 

Auch in diesem Sinfoniekonzert steht anlässlich des Beethoven-Jahres 2020 ein Werk des Jubilars auf dem Programm: seine 5. Sinfonie, die er im Jahr 1803 begann und 1808 vollendete. Obwohl die Sinfonie bei der Uraufführung in Wien zunächst keinen Erfolg feierte, wurde die sogenannte „Schicksalssinfonie“ schnell über Deutschland und Europa hinaus bekannt. Und sie war das erste längere Musikstück, das phonographisch produziert wurde, und zwar 1913 unter dem Dirigat von Arthur Nikisch. 

 

Ein nicht weniger bekanntes Werk ist das einzige Violinkonzert von Johannes Brahms. Der Komponist schrieb es 1878 während seines Sommeraufenthaltes in Pörtschach am Wörthersee – zeitgleich mit seiner ebenfalls in D-Dur stehenden 2. Sinfonie, zu der es einige Parallelen gibt. Für das Verfassen seiner 1. Sinfonie brauchte Brahms eine lange Zeit, da er den Vergleich mit Beethoven fürchtete. So äußerte er gegenüber dem Dirigenten Hermann Levi: „Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen“ (gemeint war Beethoven) „hinter sich marschieren hört.“ 

Aus diesem Grund zögerte er auch mit der Komposition eines Violinkonzertes eine ganze Weile, zumal er mit dem Geigenspiel nicht vertraut war. Verbesserungsvorschläge erteilte ihm sein Freund Joseph Joachim, der das Werk am 1. Januar 1879 im Leipziger Gewandhaus unter Brahms’ Leitung uraufführte. Die Meinungen waren danach gespalten: Von „einer Sinfonie mit obligater Geige“ oder einem „Konzert gegen die Geige“, wie es der Dirigent Hans von Bülow formulierte, war die Rede. Der Violinvirtuose Pablo de Sarasate weigerte sich gar, es überhaupt zu spielen. Dennoch trat das Opus bald seinen Siegeszug durch die Welt an, nachdem es Joseph Joachim 1879 in London erfolgreich aufführte und auf Konzertreisen immer wieder spielte.

 

Das Ballett „Der wunderbare Mandarin“ von Béla Bartók ist das letzte Bühnenwerk des Komponisten. Gleich nach der Uraufführung 1926 in Köln wurde es vom Bürgermeister Konrad Adenauer (dem späteren Bundeskanzler) abgesetzt. Publikum und Kritiker waren von der Handlung geschockt, da der Komponist die „Hässlichkeit und Widerlichkeit der zivilisierten Welt“ darstellen wollte und er demzufolge ein Morddrama schrieb, das in einer trostlosen Großstadt spielt: In einem schäbigen Zimmer zwingen drei Zuhälter ein junges Mädchen, Freier anzulocken, um sie auszurauben. Die ersten zwei Männer werden wieder hinausgeworfen. Als dritter kommt ein reicher, unheimlicher Mandarin. Das Mädchen schaudert vor ihm und will fliehen. Es beginnt eine wilde Jagd. Drei Mal versuchen die Zuhälter, den Mandarin umzubringen: ihn zu ersticken, zu erstechen und zu erhängen. Vergeblich. Erst als das Mädchen ihn umarmt, fangen seine Wunden an zu bluten, und der Mandarin stirbt.

Die einsätzige Tanzpantomime arbeitete Bartók 1928 als Konzertfassung zu einer Orchestersuite um und übernahm etwa zwei Drittel der Ballettmusik. Erst nach einer Aufführung 1942 in Mailand begann sich auch das szenische Werk langsam auf den Bühnen durchzusetzen.

 

Karten zu 10 €, ermäßigt 7 € und HMT-Studierende 2,50 € unter Tel. 0341/2144-615 (Mo-Fr 13-15 Uhr)

Pressestelle

Dr. Katrin Schmidinger

Grassistraße 8

04107 Leipzig

Zimmer 109

+49 341 2144 645

presse@hmt-leipzig.de

 

Sprechzeiten

Montag bis Freitag

10:00 bis 12:00 Uhr und

13:30 bis 15:00 Uhr