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Sommersemester 2016
Kommilitonen

Oper von Peter Maxwell Davies und David Pountney

Sommersemester 2016 Kommilitonen Oper von Peter Maxwell Davies und David Pountney
 
Musikalische Leitung: Matthias Foremny
Inszenierung und Bühne: Matthias Oldag
Dramaturgie: Maximilian Eisenacher, Maximilian Enderle (FR Dramaturgie)

Das Recht zu studieren, das Recht auf Meinungsfreiheit, die Verführbarkeit durch die Macht – anhand der Lebensgeschichte von jungen Menschen beleuchtet die Oper „Kommilitonen!“ drei Momente studentischen Aufbegehrens im 20. Jahrhundert. Als Auftrag der Royal Academy of Music in London entstand 2006 eine Oper für Studierende nach einem politischen Sujet, da Komponist Peter Maxwell Davies und Librettist David Pountney ein gesellschaftliches Engagement der Musikstudierenden vermissten.

Der Regisseur Matthias Oldag und der Dirigent Matthias Foremny brachten die Oper im Mai 2016 mit Studierenden der HMT Leipzig erstmals an einer deutschen Musikhochschule auf die Bühne.

 

Drei Geschichten werden in der Oper „Kommilitonen!“ erzählt: James Meredith kämpft Anfang der 1960er Jahre dafür, als erster Afroamerikaner an der University of Mississippi studieren zu dürfen. Die Mitglieder der „Weißen Rose“ um Sophie und Hans Scholl leisten während des Dritten Reichs Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Als drittes wird die Geschichte der Rotgardisten Wu und Zhou während der Großen Kulturrevolution in China erzählt.

 

Die drei Erzählstränge werden im Verlauf des Stücks immer enger zusammengeführt. Die Leipziger Inszenierung griff diese Struktur auf, wodurch ein Dialog der Figuren über die Grenzen der Episoden hinweg entstand – räumlich, musikalisch und szenisch. Auch war die übliche Trennung zwischen Orchester und Szene aufgehoben: Das Hochschulsinfonieorchester agierte – erweitert durch ein Jazztrio – gemeinsam mit dem Sängerensemble auf der Bühne. Der Chor, der  teilweise innerhalb von Sekunden seine Rolle wechselte, wie auch die von Davies vorgeschriebene Marching Band nutzten vom Rang bis zum Foyer alle möglichen Spielorte des Großen Saales, wodurch der ganze Raum zur Szene wurde.

 

Alle erzählten Episoden haben nichts von ihrer Aktualität verloren: Insbesondere das Erstarken antidemokratischer Parteien in Europa kam während eines Publikumsgesprächs von verschiedenen Seiten zur Sprache. Die vom Publikum begeistert aufgenommene Aufführungsserie der „Kommilitonen!“ dokumentierte nicht nur studentischen Widerstand im 20. Jahrhundert, sondern machte allen Beteiligten deutlich, dass auch das 21. Jahrhundert die Studierenden politisch herausfordert.

 

Maximilian Eisenacher, Maximilian Enderle (FR Dramaturgie)

Sommersemester 2016
BULLDOGGE HÄTTE KRAFT

Eine Zufallscollage

 

 

Er ist überall.

Wartet hinter jeder Ecke, tippt mir von hinten auf die Schulter.

Bringt mich vom Weg ab. Führt mich auf neue Wege.

Was ich geplant habe, interessiert ihn nicht. Er kennt keinen Plan.

 

Bestimmt der Zufall mein Leben?


Wir haben uns aufgemacht, ihm auf die Schliche zu kommen.

Ihn kennzulernen. Tasten Sie sich mit uns vor in eine Welt tausend 

verschiedener Wege. Für welchen werden Sie sich entscheiden?

Haben Sie überhaupt eine Wahl?

 

 

Von: Alesa Gottwald, Carlotta Rogge, Mirjam Strzata, Antonia Schulz, Anna-Maria

Schwindack, Jessica Steinberg, Frederieke Tambaur; Leitung: Dag Kemser

 

Texte und Interviews u.a. von/mit: Paul Auster, Fjodor M. Dostojewski, Max Frisch,

Milan Kundera, Odo Marquard, Daniel Ott

 

So, 12.6.2016

18-20 Uhr, durchgängig Einlass

Dittrichring 21, Raum -1.33 (Black Box)

Eintritt frei

 

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

Klassenexperimentierabend der Fachrichtung Dramaturgie

 

bulldogge_flyer.pdf [532.5KB/pdf]

Bildergalerie KOMMILITONEN