SEPTEMBER 2019

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Erste Europäische Kammermusik Akademie Leipzig (EKAL) 2019

24. bis 29. September 2019

Erste Europäische Kammermusik Akademie Leipzig (EKAL) 2019 24. bis 29. September 2019Gyldfeldt Quartett von der HMT Leipzig, Foto: Josef Schumann

Zum ersten Mal findet vom 24. bis zum 29. September 2019 die Europäische Kammermusik Akademie Leipzig 2019 (EKAL) statt. Zu dieser Akademie präsentieren sich elf Kammermusikensembles aus zehn Ländern Europas. Die gastgebende Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und der Freundeskreis der HMT e.V. veranstalten nahezu 30 Konzerte in den traditionsreichen Musikhäusern Leipzigs und Mitteldeutschlands ein einzigartiges Podium! Hochtalentierte junge Ensembles europäischer Musikhochschulen begegnen sich in einem der führenden Musikzentren Europas, um das gemeinsame kulturelle Erbe kennenzulernen, um zusammen für die europäischen Ideale einzutreten und in die Zukunft zu schauen. Leipzig, der Freistaat Sachsen und Mitteldeutschland laden mit ihrem weltoffenen Publikum ein: WELCOME EUROPE!

 

Das Anliegen der EKAL ist es, die Kammermusikausbildung an den Hochschulen zu fördern und ein Netzwerk für Studierende und Lehrende zu bilden. Während der Akademiewoche erhalten die Studierenden die Möglichkeit, in der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig (HMT) allabendlich Konzerte zu gestalten, im künstlerischen Wettbewerb zu stehen sowie sich untereinander und mit Studierenden der HMT auszutauschen. Darüber hinaus erhalten die Ensembles die Gelegenheit, Konzerte in so außergewöhnlichen Räumen und Sälen wie dem Bach-Archiv, den originalen Wohnhäusern von Mendelssohn, Schumann, Grieg (alle Leipzig) und Schütz (Weißenfels) sowie in den Geburtshäusern von Händel (Halle) und Schumann (Zwickau) zu spielen. Auch die in Mitteldeutschland gelegenen großen Wirkungsstätten berühmter Komponisten wie das Schloss Köthen (Bach), die Schlosskapelle Torgau (Johann Walter), die Alte Nikolaischule Leipzig (Wagner) werden mit einbezogen. Außerdem bieten herausragende Gebäude wie das Bundesverwaltungsgericht, das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli der Universität Leipzig, das Museum der bildenden Künste Leipzig (Klingersaal, Beethoven) sowie viele weitere erlesene Spielstätten den Ensembles hervorragende Podien. 42 Studierende, die von einer Hochschullehrerin und drei Hochschullehrern begleitet werden, erhalten damit die Gelegenheit, den Schatz originaler Schauplätze der Musikgeschichte im mitteldeutschen Raum kennenzulernen. Das ist für junge, hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt eine außergewöhnliche Gelegenheit und wird eine große Signalwirkung haben: Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland präsentieren sich mit ihren musikhistorisch herausragenden Orten als Stätten der internationalen, weltoffenen Begegnung. An der Akademie beteiligen sich Ensembles aus den Partnerstädten Leipzigs (Birmingham, Krakau und Lyon) sowie aus den Städten Amsterdam, Basel, Brüssel, Budapest, Kristiansand, Porto und Stuttgart. Künstlerischer Kooperationspartner ist das HARMOS Festival in Porto, zu dem Studierende der HMT seit 2010 regelmäßig eingeladen sind.

 

Für die meisten Ensembles, die sich bereits kammermusikalisch spezialisiert haben und meist kurz vor dem Eintritt in das Berufsleben, in die nicht selten freiberufliche Tätigkeit, stehen, soll die Akademie eine Förderung auf hohem professionellem Niveau ermöglichen. Damit setzt die EKAL neben den üblichen Schwerpunkten der Solistenausbildung, der Orchesterausbildung sowie der pädagogischen Ausbildung einen neuen, in der Musikhochschullandschaft nicht so oft vorhandenen Schwerpunkt in der Kammermusikausbildung. Bewusst soll die EKAL nicht allein auf die klassischen Formate der Kammermusik (Streichquartett, Bläserquintett und Klavierkammermusik) beschränkt sein. So sind u.a. auch ein Klarinetten-Quartett, ein Tuba-Quartett, ein Streichtrio und ein Trio in der besonderen Besetzung Flöte, Violoncello und Klavier zu erleben.

 

Für die beteiligten europäischen Ensembles, deren Studierende wiederum aus aller Welt kommen, hat das Projekt Akademie-Charakter: Die Studierenden stehen im Wettbewerb zueinander und können sich untereinander beruflich vernetzen. Sie können ihren künstlerischen Leistungsstand an auserlesenen, historisch bedeutsamen und gesellschaftlich herausragenden Orten präsentieren, an denen Engagements gewöhnlich nur für erstklassige Künstler aus aller Welt möglich sind. Für das Publikum der Konzerte in Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland hat die EKAL Festival-Charakter.

 

Das Programm der EKAL enthält neben den Konzertauftritten der teilnehmenden Ensembles weitere Programmpunkte akademischen Inhalts: Neben Konzertbesuchen und Besichtigungen der Musikerstätten und Museen ist ein Workshop zu „High Performance Culture“ vorgesehen. Ziel dieses Programms ist es, die Erfahrungen aus dem Spitzensport für die Gruppenarbeit mit Musikern zu transferieren. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Problematiken in der Teamarbeit des Sports und der Musik auf verblüffende Weise ähneln – sei es in großen Gruppen (Fußballmannschaft – Orchester) oder in kleineren Besetzungen (kleine Wettkampfgruppen – Kammermusikensembles). Ein solches Programm ist von dem erfolgreichen Trainer der norwegischen Olympia-Ski-Alpin-Mannschaft Jarle Aambo gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern entwickelt worden, um junge Musiker zu fördern. Wir sind sehr glücklich, dass Jarle Aambo auch für die EKAL gewonnen werden konnte.

 

Die EKAL wird maßgeblich durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst  (SMWK), den DAAD sowie durch das Referat Internationale Zusammenarbeit und das Kulturamt der Stadt Leipzig finanziert. Zudem unterstützt die INTERTEC GROUP, Oakland, USA, die durch Dr. Rüdiger Naumann-Etienne der HMT bereits über viele Jahre verbunden ist, die Akademie.

 

So fördert und verbindet die Europäische Kammermusik Akademie Leipzig 2019 die HMT und viele europäische Musikhochschulen mit ihren Studierenden aus aller Welt. Eines der führenden europäischen Musikzentren – Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland – öffnet sich mit dem Publikum und den Menschen vor Ort für ein kulturell vielfältiges Europa.

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