Martin Schmeding

Martin Schmeding

studierte in Hannover, Amsterdam und Düsseldorf Kirchenmusik, Musikerziehung, Blockflöte und Orgel, Dirigieren, Cembalo und Musiktheorie. Zu seinen Lehrern zählen u. a. Ulrich Bremsteller, Hans van Nieuwkoop, Jacques van Oortmerssen, Lajos Rovatkay und Jean Boyer. Während des Studiums wurde er mit zahlreichen Preisen bei bedeutenden nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Als Kantor und Organist wirkte er an der Nazareth-Kirche Hannover, der Neanderkirche Düsseldorf und als Kreuzorganist in Dresden. Nach Lehraufträgen in Hannover, Weimar und Dresden war er seit Herbst 2004 Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Freiburg und leitete das Institut für Kirchenmusik der Hochschule, das auf seine Initiative hin im Oktober 2012 gegründet wurde.

Seit dem Sommersemester 2016 ist er Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig. Zahlreiche Aufnahmen für Fernsehen, Rundfunk und CD liegen vor. 2009, 2017 und 2020 wurde er mit dem Preis der Schallplattenkritik (Bestenliste) ausgezeichnet, 2010 erhielt er den ECHO Klassik als Instrumentalist des Jahres für seine Einspielung der Orgelfassung der Goldberg-Variationen. Daneben spielt er weltweit Konzerte als Solist, Kammermusiker, mit Orchestern und bei Festivals, so dem Bachfest Leipzig, den Thüringer Bachwochen und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. 2017 wurde Martin Schmeding als "Professor des Jahres" ausgezeichnet, seit 2018 ist er Gastprofessor am Royal Conservatoire Birmingham.

www.martin-schmeding.de

Michel Bouvard

Michel BouvardMichel Bouvard (c) Jean-Claude Guidarini

hat in den letzten dreißig Jahren eine bemerkenswerte Doppelkarriere als Konzertkünstler und Orgelprofessor hinter sich. Er ist international als einer der überzeugendsten französischen Interpreten anerkannt und wird regelmäßig zu Auftritten an den schönsten historischen Orgeln in ganz Europa sowie in den großen Konzertsälen Asiens und an prominenten Orten Nordamerikas eingeladen. Er hat mehr als 1.000 Konzerte in mehr als 25 Ländern gegeben.

 1995 wurde Michel Bouvard zusammen mit seinem Freund Olivier Latry zum Professor für Orgel am Pariser Konservatorium (CNSM de Paris) ernannt. Gemeinsam haben sie eine einzigartige, kooperative Methode der Pädagogik entwickelt, die die besten jungen internationalen Organisten mit unterschiedlichen Karrierezielen für dieses Programm gewinnen konnte. 2015 absolvierte er Lehraufenthalte an der Yale University und 2016 an der National University of the Arts in Tokio.

 Michel Bouvard ist seit 1996 Titularorganist an der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel der romanischen Basilika St. Sernin in Toulouse. Im Jahr 2010 wurde er zu einem der vier Hauptorganisten der Chapelle Royale des Schlosses in Versailles ernannt.

Jon Laukvik

Jon LaukvikJon Laukvik (c) privat

ist Organist, Komponist und Pädagoge. Er wurde in Oslo geboren und studierte in seiner Heimatstadt, in Köln und Paris. Er unterrichtete als Professor an Hochschulen in Stuttgart, Oslo, London und New Haven (Yale University).

Seine Konzerttätigkeit als Organist und Cembalist führte ihn in europäische Länder, nach Israel, Japan, Kanada, Korea und in die USA. Er ist Juror zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe. Im Stuttgarter Carus-Verlag erschienen u. a. seine dreibändige Orgelschule zur historischen Aufführungspraxis und die gesammelten Orgelwerke Louis Viernes (in Zusammenarbeit mit David Sanger).

Erwan le Prado

Erwan le PradoErwan le Prado

studierte zunächst am Konservatorium von Caen und mit 15 Jahren am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Er wurde hauptsächlich von André Isoir, Michel Chapuis und Marie-Claire Alain unterrichtet. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, so in Luzern und St. Albans. In Chartres erhielt er 1996 einen „Prix J. S. Bach“, in Genf 1999 den 1. Preis beim Schweizer Orgelwettbewerb und 2000 beim Grand Prix de Chartres den 1. Preis in der Kategorie Interpretation sowie den Publikumspreis.

Seine Karriere als Konzertorganist führt Erwan Le Prado in die ganze Welt. Auch als Wettbewerbs-Juror ist er international gefragt, so beim St. Albans Organ Competition, Northern Irland International Organ Competition und bei Wettbewerben in Nürnberg, Chartres, Freiberg, Freiburg und Angers.    

Erwan le Prado ist Professor für Orgel am Konservatorium in Caen, wo er auch als Titularorganist der Cavaillé-Coll-Orgel in der Abbatiale Saint-Etienne wirkt. Daneben ist er Titularorganist an der historischen Parisot-Orgel in Falaise und gibt regelmäßig Kurse als Dozent im Ausland, bei internationalen Orgelakademien (u. a. in Cambridge, Oxford, Kaliningrad) sowie an verschiedenen Universitäten.

Ken Cowan

Ken CowanKen Cowan (c) Lisa-Marie Mazzucco

ist Professor für Orgel und Leiter des Orgelprogramms an der Shepherd School of Music der Rice University in Houston, Texas.

Ken Cowan gilt als einer der besten Konzertorganisten Nordamerikas und wird von Publikum und Kritikern gleichermaßen für seine umwerfende Kunstfertigkeit, seine tadellose Technik und seine phantasievolle Programmgestaltung gelobt. Ken Cowan hat einen prall gefüllten Konzertkalender, der ihn an die wichtigsten Konzertorte in Amerika, Kanada, Europa und Asien führt. 

In letzter Zeit trat er u. a. in der Verizon Hall in Philadelphia mit dem Philadelphia Orchestra oder der in der Berliner Philharmonie auf. Darüber hinaus spielte Ken Cowan in den letzten Jahren bei nationalen Kongressen der American Guild of Organists in Los Angeles, Minneapolis und Houston und war auf mehreren Kongressen der Organ Historical Society und des Royal Canadian College of Organists vertreten.

Zahlreiche von der Kritik gefeierte CD-Aufnahmen von Ken Cowan sind erhältlich. Der in Thorold, Ontario in Kanada, geborene Ken Cowan erhielt den Master's Degree und das Artist Diploma vom Yale Institute of Sacred Music und studierte Orgel bei Thomas Murray.

Jeremy Joseph

Jeremy JosephJeremy Joseph (c) Moritz Schell

ist Organist der Wiener Hofburgkapelle, wo er mit der Wiener Hofmusikkapelle musiziert. Er ist international als Orgelsolist und Cembalist tätig. Nach Privatunterricht bei Hans Fagius in Kopenhagen studierte er bei Martin Haselböck an der Musikhochschule Lübeck und bei Jürgen Essl an der Musikhochschule Stuttgart.

Zahlreiche Auftritte führten Jeremy Joseph als Solist durch ganz Europa zu Festivals und Konzertorten wie dem Schleswig-Holstein MusikFestival, den Hildebrandt-Tagen Naumburg, den Silbermann-Tagen Freiberg, in die Laeiszhalle Hamburg oder das Gewandhaus Leipzig sowie nach Hong-Kong, Seoul, Mexiko, Brasilien, Argentinien und in die USA.

1999 gewann er den Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb in Freiberg. Seine Aufnahme mit Improvisationen in der Kathedrale von Mexico-City wurde bei Fono Forum als “CD des Jahres - 2018” gelistet.

Als Continuo-Spieler tritt er mit Ensembles wie dem Orchester Wiener Akademie, dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerorchester Basel und dem Balthasar-Neumann-Ensemble auf. 2019 wurde Jeremy Joseph zum Professor für Orgel und Improvisation an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien berufen.

Bine Bryndorf

ist Domorganistin am Dom zu Roskilde und Professorin an der Royal Academy of Music in London.
Nach Studien in Wien, Saarbrücken und Boston (Orgel, Kirchenmusik und Cembalo) unterrichtete sie vier Jahre an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Assistentin von Michael Radulescu. 1994 wurde sie Professorin für Orgel und Kirchenmusik, später auch Abteilungsleiterin, am Königlich Dänischen Musikkonservatorium Kopenhagen. 2017 wechselte sie in den Hauptberuf der Kirchenmusikerin als Schlossorganistin an der Schlosskirche Frederiksborg mit der weltberühmten Esaias-Compenius-Orgel von 1610. Seit 2020 ist Bine Bryndorf Domorganistin am Dom zu Roskilde.
Bine Bryndorf verfolgt eine rege internationale Tätigkeit als Solistin, Lehrerin und Jurorin bei internationalen Orgelwettbewerben.
2019 wurde sie Honorary Member der Royal Academy of Music in London. Im gleichen Jahr wurde ihr der Große Preis der Orgelbaufirma Frobenius für ihre vielseitige musikalische und pädagogische Tätigkeit verliehen.
Sie hat CDs mit Werken von Dietrich Buxtehude, Heinrich Scheidemann, Nicolaus Bruhns, Johann Sebastian Bach und den dänischen Komponisten Carl Nielsen und Niels la Cour aufgenommen.

Pieter van Dijk

Pieter van DijkPieter van Dijk (c) Frits de Beer

wurde 1958 geboren und studierte an der Musikhochschule in Arnheim Orgel bei Bert Matter, dazu Klavier und Kirchenmusik. Außerdem hatte er Unterricht bei Gustav Leonhardt, Marie Claire Alain und Jan Raas. Er gewann Preise bei den internationalen Orgelwettbewerben in Deventer (1979) und Innsbruck (1986).
Pieter van Dijk ist Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie am Conservatorium van Amsterdam. Er ist Organist der Grote Sint Laurenskerk in Alkmaar, wo er die Van Hagerbeer/Schnitger-Orgel sowie die Van Covelens-Orgel von 1511 betreut. 2004 wurde er zum Stadtorganisten berufen.
Seine DVD “Alkmaar – the Organs of the Laurenskerk” wurde 2013 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Seit 2017 arbeitet Pieter van Dijk an Aufnahmen der gesamten Orgelwerke Bachs. Die ersten sieben Doppel-CDs mit u. a. Bachs Clavierübung III, den Leipziger Chorälen, dem Orgelbüchlein und der Neumeister-Sammlung sind bereits erschienen.  Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn in verschiedene europäische Länder, Japan und in die Vereinigten Staaten. Pieter van Dijk ist künstlerischer Leiter des Orgelfestival Holland.

Ullrich Böhme

Ullrich BöhmeUllrich Böhme
studierte von 1972 bis 1979 an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik Leipzig. Kurse besuchte er u. a. bei Piet Kee, Ewald Kooiman und Ton Koopman. Nach dem Staatsexamen wirkte er bis 1986 an der Kreuzkirche Chemnitz. 1985 wurde Ullrich Böhme unter vielen Bewerbern zum Leipziger Thomasorganisten gewählt. Über dieses Amt hinaus führen ihn Konzertreisen regelmäßig in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika, Japan, Südkorea und Australien. Mit viel Lob seitens der Fachpresse wurden seine zahlreichen Solo-CD-Einspielungen bei verschiedenen Labels bedacht, so mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2003. Ullrich Böhme wird in Jurys internationaler Orgelwettbewerbe eingeladen; er unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig – seit 1994 als Professor – und hält Interpretationskurse und Vorträge an Hochschulen in Europa und Asien.