Hans Fagius

Hans FagiusHans Fagius (c) Henrik Tobin
(*1951) ist seit vielen Jahren einer der aktivsten schwedischen Konzertorganisten. Er studierte an der Musikhochschule in Stockholm bei Alf Linder und anschließend in Paris bei Maurice Duruflé. Er gibt zahlreiche Konzerte in ganz Europa und spielte mehrfach in Australien, Süd- und Nordamerika, Japan und Süd-Korea.
Hans Fagius ist vor allem als CD-Künstler bekannt und hat mehr als 50 CDs mit einem breiten Repertoire eingespielt – darunter eine Aufnahme von sämtlichen Orgelwerken J. S. Bachs, aber auch mehrere Aufnahmen mit romantischer Musik. 2010 erschien sein groβ angelegtes Buch über die Orgelwerke Bachs sowie 2015 eine pädagogische Ausgabe von einer Reihe von Bach-Werken. Seit 1989 ist Hans Fagius ordentlicher Professor am Königlich Dänischen Musikkonservatorium Kopenhagen; vorher war er zusätzlich mehrere Jahre Orgellehrer an den Musikhochschulen in Stockholm und Göteborg. Er gibt häufig Meisterkurse und ist als Jurymitglied Internationaler Wettbewerbe gefragt. 1998 wurde er zum Mitglied der Schwedischen Königlichen Musikakademie gewählt.

Henry Fairs

Henry FairsHenry Fairs

ist Professor für Orgel an der Musikhochschule Birmingham (GB), Universitätsorganist an der University of Birmingham und Gastprofessor für Orgel der University of St Andrews in Schottland. Der mehrfache Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe gibt Konzerte in den Zentren für Orgelmusik Europas, Amerikas, Asiens und ist dabei sowohl an historischen als auch modernen Instrumenten zu erleben.

Henry Fairs wurde 1976 in Hereford (England) geboren, erhielt seine früheste musikalische Ausbildung als Chorknabe und studierte an der Musikhochschule in Birmingham, später in Paris, Köln und Wien.

Als Interpret, Lehrer und Forscher befasst sich Henry Fairs mit einem vielfältigen Repertoire. Neben Bach schließt es die Gesamtwerke von Alain, Messiaen und Duruflé ein. Er ist als Referent und Leiter von Meisterklassen ebenso gefragt wie als Juror, wirkte und wirkt in dieser Funktion u. a. an der Eastman School of Music (USA), an den Musikhochschulen in Oslo, Kopenhagen und Stuttgart sowie bei Wettbewerben in Odense, Wadden Sea, beim Silbermann-Orgelwettbewerb sowie beim Internationalen August-Gottfried-Ritter-Wettbewerb in Magdeburg. 

Seit 2018 ist Henry Fairs als Gastprofessor für Orgel an der HMT Leipzig tätig.

Andrés Cea Galán

Andrés Cea GalánAndrés Cea Galán

Der 1965 in Andalusien geborene Andrés Cea Galán schloss seine Studien in Spanien ab. Daraufhin lernte er weiter bei Jean Boyer in Lille und anschließend bei Jean-Claude Zehnder an der Schola Cantorum Basiliensis. Interessiert am historischen Instrumentarium, tritt er hervor als Cembalist, Clavichord-Spieler und Organist. Außerdem war er tätig als Orgelbauer in der Werkstatt von Gerhard Grenzing in Papiol und wirkte so bei einigen Orgel-Restaurierungen und -Neubauten in Spanien und Frankreich mit.

Andrés Cea Galán ist Verfasser mehrerer musikwissenschaftlicher Abhandlungen, entsprechend seinen Interessen für spanische Tastenmusik und Orgeln. An der Universität Complutense Madrid hat er 2014 seine Dissertation vorgelegt; mit ihr erschien erstmals eine ausführliche Studie zur spanischen Cifra des 16. bis 18. Jahrhunderts. Auch als Herausgeber hat er frühe Kompositionen der heutigen Musikpraxis zugänglich gemacht.

 Andrés Cea Galán steht der Andalusian Organ Academy vor. Hiermit verbunden ist sowohl das Unterrichten als auch das Erkunden, Bewahren und Bekanntmachen der historischen Orgeln in Südspanien.

Als Interpret wie als Lehrer ist er aktiv innerhalb Spaniens, des übrigen Europa sowie Amerikas und Japans. Er hat zahlreiche Radioaufnahmen realisiert. Seine CD-Einspielungen stellen insbesondere spanische Orgelmusik vor, u. a. von Antonio de Cabezon und Francisco Correa de Arauxo. Sie entstanden alle an historischen Orgeln, so in Évora (Portugal), Lerma und Marchena (Spanien).

Paul Jacobs

Paul JacobsPaul Jacobs (c) Daniel Ficarri

ist der einzige Organist, der jemals einen Grammy Award gewann: 2011 für Messiaens “Livre du Saint-Sacrement”. Mit 23 Jahren spielte er Bachs sämtliche Orgelwerke in einem 18-Stunden-Marathon-Konzert zum 250. Todestag des Komponisten. Seither ist Paul Jacobs einer der profiliertesten Orgelinterpreten in den USA und im Ausland – The Economist kündigte ihn als "Amerikas führenden Organisten“ an. Er trat international auf fünf Kontinenten auf, als Solist und mit Orchester, einschließlich einer kürzlich erfolgten Tour mit dem Philadelphia Orchestra zu Konzertsälen in Brüssel, Luxemburg und Hamburg.
2003 folgte Paul Jacobs einem Ruf an die Juilliard School in New York; 2004 wurde er als einer der jüngsten Mitglieder in der Geschichte der Fakultät zum Leiter der Orgelabteilung ernannt. 2007 erhielt er den renommierten William Schuman Scholar’s Chair der Juilliard School.

Thomas Lennartz

Thomas LennartzThomas Lennartz

ist Professor für Orgelimprovisation und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und Direktor des Kirchenmusikalischen Instituts.

1971 in Hannover geboren, studierte Lennartz Orgel, Kirchenmusik, Schulmusik und Germanistik in Hannover, Köln und Leipzig sowie Orgelimprovisation am Conservatoire in Paris und schloss seine Studien mit der Kirchenmusik-A-Prüfung, dem Konzertexamen im Fach Orgel („mit Auszeichnung“) und dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Zu seinen Lehrern zählen Ullrich Bremsteller, Arvid Gast und Thierry Escaich, Meisterkurse bei Daniel Roth, Olivier Latry, Wolfgang Seifen, Ton Koopman, Ewald Koimann und Harald Vogel u. a. ergänzten seine Ausbildung.

Lennartz war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und konnte wurde bei mehreren Wettbewerben ausgezeichnet, so bei den internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd, Saarbrücken „Orgues sans frontières“ und St. Albans / England.

Von 2003-2008 wirkte Lennartz als Regionalkantor an der Basilika St. Martin in Bingen am Rhein und war im gleichen Zeitraum Lehrbeauftragter im Fach Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. 2008 wurde Lennartz zum Domorganisten an der Kathedrale Ss. Trinitatis in Dresden ernannt, 2009 übernahm er einen Lehrauftrag an der Dresdner Hochschule für Kirchenmusik. 2014 erfolgte die Berufung zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

Thomas Lennartz geht einer ausgedehnten Konzerttätigkeit nach, die ihn an bedeutende Instrumente in Deutschland, mehreren Ländern Europas, in die USA und nach Japan führte. Seine Orgelimprovisationen und Literaturspiel sind auf CD dokumentiert.

www.thomas-lennartz.de

Michael Schönheit

Michael SchönheitMichael Schönheit

studierte Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik Leipzig. 1984 war er Preisträger des VII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig im Fach Orgel. Zwei Jahre später wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, seit 1996 Domorganist in Merseburg und seit 1998 Leiter des auf Instrumenten historischer Mensur musizierenden Ensemble Merseburger Hofmusik. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über Europa, die USA und Japan. Neben seiner Arbeit als Organist und Ensembleleiter widmet sich Michael Schönheit dem historischen Hammerklavier. Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig. Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken. Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Ben van Oosten

Ben van OostenBen van Oosten

wurde 1955 in Den Haag, Niederlande, geboren. Er studierte Orgel und Klavier am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam und in Paris.
Zahlreiche Konzertreisen führten Ben van Oosten schon seit 1970 in die maßgebenden internationalen Orgelzentren, wo er als einer der bemerkenswertesten Orgelvirtuosen unserer Zeit hervorgetreten ist.
Neben seiner Konzerttätigkeit gibt Ben van Oosten Meisterkurse in vielen Ländern und ist er Professor für Orgel am Konservatorium in Rotterdam.

Ben van Oosten beschäftigte sich eingehend mit der symphonischen französischen Orgelmusik. Seine Gesamteinspielungen der Orgelwerke von César Franck, Camille Saint-Saëns, Alexandre Guilmant, Louis Vierne, Charles-Marie Widor und Marcel Dupré wurden mit mehreren internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet (u.a. Echo Klassik, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Choc du Monde de la Musique und Diapason d’Or).

Ausserdem ist er Autor der umfassenden Widor-Biographie “Charles-Marie Widor – Vater der Orgelsymphonie” (1997).
Wegen seiner Verdienste um die französische Orgelkultur erhielt Ben van Oosten 1980, 1987 und 1998 ehrenvolle Auszeichnungen durch die Société Académique Arts, Sciences, Lettres in Paris. Die französische Regierung erhob ihn in den Rang des Chevalier (1998) und Officier (2011) dans l’Ordre des Arts et des Lettres.

Im Jahre 2010 wurde er von der damaligen Königin der Niederlande, Königin Beatrix, zum Ritter in den Orden des Niederländischen Löwen berufen.

Ben van Oosten ist Titularorganist an der “Grote Kerk” in Den Haag und künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelfestivals, das alljährlich in dieser Kirche stattfindet.

Masaaki Suzuki

Masaaki SuzukiMasaaki Suzuki (c) Marco Borggreve

Seit der Gründung des Bach Collegium Japan 1990 hat sich Masaaki Suzuki als führende Autorität in Sachen Bach etabliert. Bis heute künstlerischer Leiter des Ensembles, führt er das Collegium zu den wichtigsten Konzertsälen und Festivals in Europa und den USA. Zusätzlich zu seiner Arbeit mit Ensembles historisch orientierter Aufführungspraxis wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Philharmonia Baroque wird er als Gastdirigent zu Orchestern mit modernen Instrumenten und einem breiten Repertoire von Britten, Fauré, Haydn, Mahler und Strawinsky eingeladen.

Suzukis Diskografie enthält Bachs große Chorwerke sowie sein komplettes Werk für Cembalo, teils ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, einem Diapason d’Or de l’Année 2010 sowie einem BBC Music Magazine Award 2011. 2014 schloss er die Aufnahmen von Bachs vollständigen Kirchenkantaten mit dem Bach Collegium Japan ab, die 1995 begonnen wurde und 55 CDs enthält.

Masaaki Suzuki wurde 2001 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt, 2012 erhielt er die Bach-Medaille der Stadt Leipzig und 2013 den Royal Academy of Music Bach Prize.

Martin Schmeding

Martin Schmeding

studierte in Hannover, Amsterdam und Düsseldorf Kirchenmusik, Musikerziehung, Blockflöte und Orgel, Dirigieren, Cembalo und Musiktheorie. Zu seinen Lehrern zählen u. a. Ulrich Bremsteller, Hans van Nieuwkoop, Jacques van Oortmerssen, Lajos Rovatkay und Jean Boyer. Danach wirkte er als Kantor und Organist an der Nazareth-Kirche Hannover, der Neanderkirche Düsseldorf und als Kreuzorganist in Dresden. Nach Lehraufträgen in Hannover, Weimar und Dresden war er seit 2004 Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Freiburg und leitete das Institut für Kirchenmusik der Hochschule, das auf seine Initiative hin 2012 gegründet wurde. Seit 2016 ist er Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Zahlreiche Aufnahmen für Fernsehen, Rundfunk und CD liegen vor. 2010 erhielt er den ECHO Klassik als Instrumentalist des Jahres für seine Einspielung der Orgelfassung der Goldberg-Variationen. Daneben spielt er weltweit Konzerte als Solist, Kammermusiker, mit Orchestern und bei Festivals, so dem Bachfest Leipzig, den Thüringer Bachwochen und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. 

2017 wurde Martin Schmeding als "Professor des Jahres" ausgezeichnet, seit 2018 ist er Gastprofessor am Royal Conservatoire Birmingham.

www.martin-schmeding.de