Lehrangebot im Wintersemester 2013/14

Bei allfälligen Abweichungen gelten stets die Angaben im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis der HMT!

 

Musikgeschichte im Überblick (Vorlesung und Übung)

Ziel der Überblicksvorlesung (ehemals sog. "Grundkurse") ist es, in vier (für wenige Studiengänge auch nur in zwei) Semestern einen ersten Überblick über die Musikgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart zu geben. Gattungs- und Kompositionsgeschichte, Musikästhetik und Popularmusik, Musiktheorie und Genderforschung, Sozialgeschichte und Medientheorie – all das und viel mehr soll hier wenigstens kurz angesprochen und in seinen kulturellen Kontexten verortet werden. Die Lehrenden verstehen dies als Angebot und durchaus individuell gefärbte Auswahl, auf keinen Fall als den "Kanon des Wichtig(st)en"! In den Übungen werden zudem Grundlagen der kulturwissenschaftlichen Methodik sowie Werkzeuge der Musikwissenschaft vorgestellt. Erwartet wird Eigeninitiative der Studierenden, sich auch abseits der Lehrveranstaltung zu informieren und Begriffe und Namen nachzuschlagen, die in der Kürze der Zeit nur am Rande erwähnt werden können.

 

Musikgeschichte im Überblick I, Vorlesung und Übung (Betz / Krumbiegel / Sichardt)

Der erste Teil der Überblicksvorlesung führt von der Antike über die Spätantike und das Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit.

 

Musikgeschichte im Überblick III, Vorlesung und Übung (Gersthofer / Hust / Sichardt)

Der dritte Teil der Überblicksvorlesung wirft einen Blick auf die Musikkultur des sogenannten "langen 19. Jahrhunderts", also ungefähr der Zeit zwischen der französischen Revolution und dem ersten Weltkrieg.

 

Musikgeschichte im Überblick (Förderschule und Popularmusik) I (Krumbiegel)

Die "kleine Musikgeschichte" ist Bestandteil im Pflichtmodul SJ 104 für das Doppelfach Schulmusik-Jazz/Popularmusik sowie 03-MUS-0101 (als "Vorlesung mit seminaristischem Anteil") für den Studiengang Schulmusik (BA Lehramt) und für den Staatsexamensstudiengang Lehramt Grundschule-Grundschuldidaktik ("kleines Wahlfach"). Sie wird auch für Studierende in den Studiengängen Jazz/Popularmusik empfohlen. Der erste Teil beschäftigt sich in starker Verkürzung mit der Musikgeschichte bis ungefähr 1800.

 

Vorlesung

Athanasius Kircher und die Musik (Hust)

Die Vorlesung kann in allen Studiengängen auch anstelle eines Seminars, ausnahmsweise im Studiengang Schulmusik auch als Hauptseminar besucht werden. – Im Jahr 1650 erschien in Rom eine voluminöse Enzyklopädie der Musik: Athanasius Kircher erläuterte das (wie er glaubte) gesamte denkbare Wissen zur Musik. Von Instrumentenkunde bis zu theologischer Spekulation, von einem Klavier, das mit in Katzenschwänze geschlagenen Nägeln "Musik" macht, bis zu einer halbautomatischen Komponiermaschine präsentiert die Musurgia universalis ein faszinierendes und oft kurioses Panorama der Musik des 17. Jahrhunderts. Die Vorlesung soll Wege durch das Buch bahnen sowie musik- und kulturgeschichtliche Hintergründe erläutern. Im Rahmen der Vorlesung sind einige öffentliche Gastvorträge geplant, die auch separat besucht werden können.

 

Seminare

Siehe auch die V Athanasius Kircher (Hust)!
 
Schreiben über Musik / Einführung in die Musikwissenschaft (Krumbiegel)
Das Seminar verfolgt das Ziel, sich mit Hilfe des geschriebenen Wortes fundiert (und für verschiedene Anlässe) über Musik äußern zu können. Dies kann beispielsweise in Form von Musikkritiken oder Werkanalysen geschehen, ist aber ebenso für das Verfassen von Seminar- bzw. Abschlussarbeiten oder Programm-Einführungen gedacht. Dabei sollen ausgewählte Methoden und Werkzeuge der Musikwissenschaft kennengelernt und besprochen werden (Nachschlagewerke, Bibliographien). Am Ende des Semesters sollen gemeinsam erarbeitete Programmheft-Texte für Konzerte bzw. Aufführungen an der HMT vorgelegt werden. Literaturangaben werden vor Beginn der ersten Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

 

Italienische Oper im 19. Jahrhundert (Sramek)

Rossini, Bellini, Donizetti, Verdi, Puccini 

 
Musik in den USA (Betz)
Das Seminar widmet sich der Geschichte der Musik in den USA von um 1800 bis etwa 1930. Ausgehend von der Rezeption und der Wirkungsgeschichte europäischer Musik (Händel, Haydn, Beethoven, Mendelssohn) wird die Entwicklung des amerikanischen Musiklebens und Musikschaffens, vor allem im Nordosten der USA, im Mittelpunkt stehen. Unter anderem werden Werke von Chadwick, Ives, Gershwin und Cage behandelt werden. 
 
"Schneller allein ist noch nicht besser!" – Beethovens Sinfonien und ihre Interpretationen (Sramek)

Von Arturo Toscanini und Wilhelm Furtwängler über Franz Konwitschny und Herbert von Karajan bis zu Roger Norrington und Nikolaus Harnoncourt.

 

Computergestützte Musikanalyse (Poliakov)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit den Neuentwicklungen und Tendenzen im Bereich der computergestützten Musikanalyse. Der Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit verschiedener Software und Analyse-Verfahren sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in den aktuellen Studienprojekten. Es sind keine besonderen Computerkenntnisse notwendig. – Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit. 

 
Ästhetische Konzepte der Vokalkomposition 1900–1950 (Safari)
Die ästhetischen Konzepte der Vokalkomposition werden im Wintersemester im Zeitraum von 1900 bis 1950 und im Sommersemester von 1950 bis zur Gegenwart betrachtet. Dabei werden Aspekte sowohl im kompositorisch-analytischen als auch im musikgeschichtlichen Bereich angesprochen. – Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit. – Literatur: Musikalische Lyrik, Bd. 2, Vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. von Hermann Danuser, Laaber 2004 (Handbuch der musikalischen Gattungen 8,2). – Das Seminar kann auch als Einführung in die Musikwissenschaft besucht werden.
 

Hauptseminare

Siehe auch die V Athanasius Kircher (Hust)!

      

Musikwissenschaft im aktuellen Forschungsdiskurs (Wiermann)

Was ist Musikwissenschaft? Womit beschäftigt sich das Fach, was sind aktuelle Forschungsfragen und -methoden? In dem lektüreintensiven Seminar werden Sie eine Auswahl aktueller Bücher und Aufsätze lesen, präsentieren und gemeinsam diskutieren. Die Literaturliste wird im August über die Lehr- und Lernplattform Opal/Moodle bereitgestellt. Es empfiehlt sich, bereits vor Semesterbeginn die ersten Texte zu lesen. 

 

Die Leipziger Musikhochschule und der Deutsche Verlag für Musik in der DDR (Hust)

Die Veranstaltung verfolgt mehrere Ziele: Einerseits wollen wir uns mit zwei zentralen Institutionen des Leipziger Musiklebens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigen, der Musikhochschule und dem Deutschen Verlag für Musik. Zu dieser institutionsgeschichtlichen Fragestellung soll es aber auch um Methodik gehen: Die Praxis der Archivarbeit werden wir ebenso erproben wie Interviewtechniken und Ansätze der "oral history". – Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit. – Literatur: Bitte lesen Sie zur ersten Sitzung die relevanten Passagen des Artikels "Leipzig" in der neuen MGG. 

 

Übungen

Quellenkunde I (Schöning)

Virdung und Agricola – Diminutionspraxis (D. Ortiz, H. Finck u. a.) – Praetorius, Bernhard und Schütz – frühe Quellen, Vorworte und Traktate für Tasteninstrumente – Gesangstraktate im 17. Jahrhundert (Caccini, Crüger, Herbst) – Generalbassquellen und streicherspezifische Abhandlungen (Muffat u. a.) um 1700 – Quellen zu Stimmtonhöhen. Die Übung findet im Wintersemester ausnahmsweise in Blockterminen statt.

 

Wissenschaftliches Arbeiten für Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten (Wiermann)

Einführung in das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit, Literaturrecherche, Aufbau, wissenschaftlicher Apparat etc. Zwei feste Termine zu Beginn des Semesters und Einzelkonsultationen.

 

Kolloquien

Kolloquium für Seminar-, Hauptseminar-, Bachelor- und Masterarbeiten (Sichardt)

    

Doktorandenkolloquium (Promotionskommission)