Teacher training seminaries as 19th century “Wissensräume”

– IN PREPARATION –

A tremendous corpus of handwritten and printed books on music (including theory, aesthetics, and history) and musical scores from the 19th century comes from the numerous teacher training seminaries of this time. Elementary as well as rather complex organ music belongs to these sources as well as studies in music theory, theoretical speculation as well as choral music, pedagogics as well as history. 

Such sources show us the institution of a teacher training seminary as a 19th century Wissensraum. The project (which is in it preliminary phase) aims to reconstruct this phenomenon and its cultural meaning.

 

Publications

Christoph Hust: Musiktheoretische Unterweisung in der Seminaristenausbildung. Zwei Beispiele zur musikalischen Handwerkslehre im 19. Jahrhundert. In: Tijdschrift voor Muziektheorie 7, 2002, p. 33–42.

 

Ibid.: Musiktheorie als soziokulturelle Praxis: Systeme, Wissensräume und Alltagsgeschichte(n) im 19. Jahrhundert. In: Bericht über den Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie Bern 2011, ed. by Martin Skamletz, in prep. 

Bohna 1842

1842 ist am Lehrerseminar Neuzelle in der Niederlausitz diese Handschrift entstanden: vermutlich eine Unterrichtsmitschrift des Seminaristen Ferdinand Bohna.

Bohna 1844

Zwei Jahre später war es so weit, dass Bohna seine Abschlussarbeit schrieb. Er orientierte sich in erster Linie an den Schriften von Johann Bernhard Logier, weite Teile sind wörtliche Zitate oder Paraphrasen daraus. Mit roter Tinte hat Bohnas Betreuer Adolph Zschiesche bei der Korrektur einige kritische Anmerkungen eingetragen.

»Harmonielehre für Brand«

Derzeit noch nicht zugeordnet: eine Harmonielehre für Brand. Auch wenn über die Entstehungsumstände nichts bekannt ist: Die Korrektureinträge (mutmaßlich vom im Titel genannten Lehrer) lassen auch hier auf eine Prüfungsarbeit schließen.

Joh. Donderer:
»Kurze u. leichte Modulationen für die Orgel«

Auch zu dieser Quelle ist wenig bekannt. Der Inhalt lässt vermuten, dass die Kurzen u. leichten Modulationen für die Orgel eines gewissen Joh. Donderer gleichfalls dem seminaristisch/organistischen Kontext entstammen.

Rückheim 1842

Wer war »Rückheim«? Bisher ist bekannt, dass von Michaelis 1869 bis Ostern 1874 ein Hermann Rückheim das Gymnasium zu Demmin besuchte. Er kann das Manuskript jedoch nicht geschrieben haben, denn er wurde erst am 2. April 1855 geboren. Das Schülerverzeichnis nennt immerhin den Berufsstand seines Vaters: Lehrer. – Hingegen lässt die Genauigkeit der Datierung nichts zu wünschen übrig: »Beendet am 29sten November 1842 Abends 9 Uhr 15 M. 4 Sek.« steht auf der letzten Seite…

Meissner 1897

Ein Absolvent unseres Hauses: Georg Meissner verfasste dieses Repetitorium der Harmonielehre 1897 als Prüfungsarbeit bei Carl Reinecke und »F. Kretzmar« (Kretzschmar?). Vorher hatte er sich laut Archiv der Hochschule am Lehrerseminar Grimma ausbilden lassen. Die Art der Abschlussarbeit ähnelt sich – der Unterschied von Seminar- und Konservatoriumsexamen war geringer als man erwarten würde.

Zentrum für Musikwissenschaft

Zum WS 2016/17 haben die Universität Leipzig und die HMT ein gemeinsames Zentrum für Musikwissenschaft gegründet.

Die Institute für Musikwissenschaft beider Häuser arbeiten in diesem Zentrum zusammen.

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