Bundespreis für Musikpädagogik

für HMT-Studierende Christoph Scholtz und Kai Schweiger vergeben

Bundespreis für Musikpädagogik für HMT-Studierende Christoph Scholtz und Kai Schweiger vergeben

Der Bundespreis für Musikpädagogik (3000 €) wurde für das Projekt „KleineStadtTheater“ von Christoph Scholtz (links) und Kai Schweiger (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig) vergeben. Bei dem Preisträgerprojekt handelt es sich um die umfassende Erarbeitung eines Musiktheaterprojektes mit dem Ziel, das nicht mehr bespielte Theater einer sächsischen Kleinstadt neu ins Stadtleben hinein zu vitalisieren.

Ein hoher Grad an Partizipation liegt diesem Projekt zugrunde: Von der Werkauswahl über Komposition, Arrangement und musikalisch-szenische Umsetzung bis hin zu Organisation, Werbung und Finanzierung, gestalten Schülerinnen und Schüler „ihr“ Stück, verarbeiten dieses mit eigenen Themen und greifen aktuelle Trends des gesellschaftlichen Diskurses aus, die sie in Handlung und Musik einfließen lassen.

Der bundesweite Preis für Musikpädagogik wird seit fünf Jahren vom Verband deutscher Musikschulen, Fachverband der Träger von rund 930 öffentlichen Musikschulen, gestiftet und gemeinsam mit der Rektorenkonferenz der 24 deutschen Musikhochschulen (RKM) veranstaltet. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr von der Hochschule für Musik Karlsruhe ausgerichtet. Er ist mit jährlich 5000 € dotiert. Insgesamt wurden mit 18 Projekteinreichungen doppelt so viele Beiträge vorgelegt wie im Vorjahr. In der Finalrunde im Rahmen der Frühjahrstagung der RKM in Karlsruhe wurden die Projekte und deren Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

 

Einen großen Schritt nach vorn für die musikalische Bildung bedeutet für Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM, der Wettbewerb für Musikpädagogik. „Der Wettbewerb dient der Exzellenz der musikpädagogischen Studiengänge, nicht nur wegen seiner öffentlichen Wirkung. Wir freuen uns auch über die gewachsene Unterstützung der Bewerbung durch ihre Hochschulen, die Professionalisierung der Präsentationen und die vielen originellen und reizvollen Projektbausteine, die durch den Rückenwind des Preises hoffentlich viele Nachahmer und Weiterentwickler finden.“

IV. HMT-Jazzfest

Samstag/Sonntag, 24./25.05.2014, 19:30 Uhr,
HMT, Grassistraße 8, Großer Saal

IV. HMT-Jazzfest Samstag/Sonntag, 24./25.05.2014, 19:30 Uhr,HMT, Grassistraße 8, Großer SaalJazzlegende Prof. Richie Beirach, Foto: Steffen Pohle

Es ist wieder einmal soweit: Am 24. und 25. Mai 2014 lädt die Fachrichtung Jazz/Pop zum mittlerweile IV. HMT Jazzfest ein und bereichert das kulturelle Leben Leipzigs um ein weiteres Highlight.

An den beiden Festivaltagen werden im Großen Saal der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

Studierende, Lehrende und namhafte Gastsolisten wie Greg Cohen (USA, Foto links unten), Gary Husband (GB), Detlev Beier (D), Theo Bleckmann (USA, Foto rechts unten), John Hollenbeck (USA, Foto rechts oben), Niels Klein (D, Foto links oben) und Gregor Hübner (D/USA) in spannenden Projekten auftreten.

Das Spektrum reicht von Jazztrio plus Streichquartett, über diverse Smallgroups mit Bäser- und Vocalsections, orchestralen Besetzungen, von frei bis groovig und von unplugged bis elektronisch.

 

So unterschiedlich die beiden Festivalabende inhaltlich sind, liegt ihnen jeweils die bestens bewährte Idee zu Grunde, Studenten, Dozenten und exklusive Gäste in kreativen Prozessen auf professionellem Niveau zusammenzuführen.

Leipzigs Jazzlegende Richie Beirach wird dabei am Sonntag sein Abschiedskonzert als Professor der Fachrichtung Jazz/Popularmusik geben.

 

Klavierabend
Prof. Gerald Fauth (HMT)

Samstag, 31.05.2014, 19.30 Uhr,
HMT, Grassistraße 8, Großer Saal

KlavierabendProf. Gerald Fauth (HMT) Samstag, 31.05.2014, 19.30 Uhr,HMT, Grassistraße 8, Großer Saal
Programm:

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791):

Fantasie c-Moll KV 475

Sonate c-Moll KV 457

 

Franz Schubert (1797 – 1828):

Impromptus D 899

 

Claude Debussy (1862 – 1918):

Images

 

Gerald Fauth, geboren in Dresden, studierte (nach dem Besuch der Spezialschule für Musik als Schüler von Wolfgang Plehn) ab 1977 sechs Jahre lang Klavier an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden in der Meisterklasse von Prof. Amadeus Webersinke. Er gewann bereits als junger Pianist zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Nach dem Diplom folgte ein Zusatzstudium bei Michail Pletnjov und Prof. Lew N. Wlassenko am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium. Von 1987 bis 1990 war er zudem Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin.

Gerald Fauth gewann erste Preise in Barcelona (Kammermusikwettbewerb „Maria Canals“ 1987 mit dem Cellisten Michael Sanderling) und Leipzig (8. Internationaler Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 1988).

 

1992 wurde er zum Professor für Klavier und Kammermusik an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin berufen. Seit 2001 lehrt er an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

 

Als Solist war er Gast bedeutender Orchester (u. a. Staatskapelle Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Dresdner Philharmoniker, Berliner Sinfonie-Orchester). Als Mitglied des Klaviertrios „Trio ex aequo“ gab er Konzerte bei zahlreichen Festivals im In- und Ausland, als Kammermusiker gastierte er in vielen europäischen Ländern, Amerika und Asien.

 

Gerald Fauth ist seit vielen Jahren als Juror bei nationalen und internationalen Wettbewerben tätig und hat sich darüber hinaus als Dozent bei Meisterkursen einen Namen gemacht. Von 2005 bis 2009 war er künstlerischer Leiter des Euroarts-Festivals in Leipzig und ist – gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Christian Pohl – Direktor der 2012 neu gegründeten Internationalen Mendelssohn-Akademie Leipzig (IMAL).

 

Karten zu 7,50 €, ermäßigt 5,50 €, HMT-Studierende 2,50 € unter Tel. 0341/2144-615 (Mo-Fr 13-15 Uhr) und an der Abendkasse

 

70. Todestag von Ethel Smyth

Donnerstag, 08.05.2014, 19:30 Uhr,
HMT, Grassistraße 8, Kammermusiksaal

70. Todestag von Ethel Smyth Donnerstag, 08.05.2014, 19:30 Uhr,HMT, Grassistraße 8, Kammermusiksaal

70. Todestag der Komponistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth (1858-1944) – Hochschule für Musik und Theater Leipzig erwirbt in London 57 Briefe aus Smyths Leipziger Studienzeit

 

Gedenkkonzert, Lesung und Ausstellung

Pünktlich zum 70. Todestag der Komponistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth (1858-1944) gelang es der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, 57 von einem Londoner Antiquariat angebotene Briefe zu erwerben, die Smyth während ihrer Studienzeit am Konservatorium an ihre Mutter schrieb. Die finanziellen Mittel für den Erwerb der Briefe wurden durch eine erfolgreiche Patenschaftsaktion zusammengetragen. Bisher unterstützten mehr als 45 Patinnen und Paten aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz das Projekt.
Am Donnerstag, 8. Mai 2014, 19.30 Uhr werden die Dokumente im Rahmen eines Gedenkkonzerts mit Lesung und Ausstellung im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater Leipzig der Öffentlichkeit präsentiert.


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weitergehende Informationen:

Dass der Weg zu Anerkennung und Ruhm für Frauen deutlich steiniger sei als für Männer, war ihr von Anfang an klar. Ethel Smyth (1858-1944) hat sich dennoch von ihrem Ziel, Komponistin zu werden, nicht abbringen lassen und kam 1877 voller Elan nach Leipzig, um am dortigen Konservatorium ein Musikstudium aufzunehmen. Pünktlich zum 70. Todestag ihrer Alumna gelang es der heutigen Hochschule für Musik und Theater Leipzig, 57 von einem Londoner Antiquariat angebotene Briefe zu erwerben, die Smyth während ihrer Studienzeit an ihre Mutter schrieb. Die Sonntag für Sonntag entstandenen, eng gefüllten Seiten berichten lebhaft von kulturellen Ereignissen in Leipzig, von Reisen zum Beispiel nach Dresden und Weimar, vom Leben in den gehobenen bürgerlichen Familien, in denen Smyth wie selbstverständlich verkehrte, vom Unterricht am Konservatorium, über eigene Kompositionsvorhaben und immer wieder auch über Alltägliches. So erfährt der Leser Details über die Weihnachtsbräuche der Verlegerfamilie Brockhaus, über für eine junge Engländerin absonderliche deutsche Wurstdelikatessen, über die Wasserqualität in Leipzigs öffentlichem Schwimmbad. Ausführlich geht Smyth auf Begegnungen mit Clara Schumann, Johannes Brahms und der Schauspielerin Marie Geistinger ein. Trotz aller Begeisterung für das Kulturleben, an dem sie intensiv teilnahm, dokumentieren die Briefe deutlich Smyths kritische Sicht auf hier vorherrschende Rollenverteilungen, die sie für sich selbst nicht akzeptierte.

Ethel Smyth wurde 1858 als Tochter eines Generalmajors in Sidcup nahe London geboren. Allen Erwartungen ihres Umfelds zum Trotz entschied sie sich gegen eine Heirat und ein etabliertes gesellschaftliches Leben und verfolgte stattdessen die Laufbahn einer Komponistin – ein Weg, auf dem sie über Jahrzehnte mit Vorurteilen und  Benachteiligungen konfrontiert wurde. Sie legte unter anderem zahlreiche Lieder und Kammermusikwerke, eine Messe sowie sechs Opern vor. Smyths schriftstellerisches Oeuvre umfasst unter anderem Autobiographisches, Biographisches, Reiseberichte aber auch ein Buch über Hunde und zeugt damit von Smyths breiten Interessen und vielfältigen Leidenschaften.
In den Jahren 1911 bis 1913 engagierte sich Ethel Smyth aktiv in der britischen Frauenrechtsbewegung. Aus dieser Zeit stammt ihr berühmter March of the Women. Nach Ausschreitungen wurde sie verhaftet und verbrachte einige Zeit im Gefängnis.
Später erhielt sie von George V. den Titel einer Dame Commander of The Order of the British Empire. Drei britische Universitäten verliehen ihr die Ehrendoktorwürde. Smyth starb am 9. Mai 1944 in Woking (Surrey).

Die finanziellen Mittel für den Erwerb der Briefe wurden durch eine erfolgreiche Patenschaftsaktion zusammengetragen (www.hmt-leipzig.de/ethel-smyth). Bisher unterstützten mehr als 45 Patinnen und Paten aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, die sich wohl aus unterschiedlichsten Gründen für die Komponistin, Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Gefährtin, Alumna, und „Leipzigerin“ des späten 19. Jahrhunderts begeistern, das Projekt. Am 8. Mai 2014 (19.30 Uhr) werden die Dokumente im Rahmen eines Gedenkkonzerts mit Lesung und Ausstellung im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater Leipzig der Öffentlichkeit präsentiert.


weitere Informationen: www.hmt-leipzig.de/ethel-smyth

 

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Kontakt:         

Dr. Barbara Wiermann
Bibliothek
Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig  
Grassistraße 8
04107 Leipzig                     
e-Mail: barbara.wiermann@hmt-leipzig.de
Tel. 0341/2144-630

Albert Lortzing:
Der Wildschütz

Samstag, 17.05. – Donnerstag, 22.05.2014, 19:00 Uhr,
HMT, Grassistraße 8, Großer Saal

Albert Lortzing:Der Wildschütz Samstag, 17.05. – Donnerstag, 22.05.2014, 19:00 Uhr,HMT, Grassistraße 8, Großer SaalProbenszene "Wildschütz", Foto: Siegfried Duryn

Opernproduktion

Albert Lortzing „Der Wildschütz“

Inszenierung: Matthias Oldag

Musikalische Leitung: Matthias Foremny/Helmut Kukuk/Studierende

Projekt der Fachrichtung Gesang/Musiktheater

 

Eine dörfliche Verlobung, eine nächtliche Billardpartie, 5000 Taler als Preis für die schöne Braut, griechische Verse, Verkleidung, Verwechslung, Verzweiflung und Versöhnung – das alles sind die Ingredienzien der Spieloper „Der Wildschütz“ von Albert Lortzing. 1842 in Leipzig mit großem Erfolg uraufgeführt, fiel sie in die produktivsten Schaffensjahre dieses Ausnahmetalents. Schauspieler, Komponist, Librettist, Sänger, Dirigent, Regisseur – all das war er. All das musste er auch sein, denn quälende Not und Existenzsorgen prägten sein gesamtes Leben und das seiner Familie. Überarbeitet und hoch verschuldet starb er 1851 im Alter von nur 49 Jahren.

 

Die Oper folgt ihren Protagonisten bei deren teilweise grotesker Hatz nach dem Stück vom Kuchen, nach dem Stückchen Lebensglück, das es immer für die Anderen, nur nicht für mich zu geben scheint. Die Möglichkeitsritter von der traurigen Gestalt, die immer einen Konjunktiv parat zu haben scheinen: ja, wenn … dann könnte ich. Letztlich findet zwar jeder Deckel seinen Topf, aber kein einziger Konflikt ist wirklich gelöst. Und ob sie nun alle glücklich werden?  Lortzing erweist sich mit diesem Werk einmal mehr als der große Ironiker und ist uns so oftmals näher als wir glauben.

 

Nach der „Fledermaus“ und der „Zauberflöte in den beiden zurückliegenden Jahren widmet sich die Leipziger Hochschule für Musik und Theater mit ihrer jährlichen Opernproduktion nun diesem Werk. Das Hochschulorchester, der Opernchor und die studentischen Solisten musizieren unter der Leitung von Mathias Foremny, für Regie und Bühne ist Matthias Oldag verantwortlich und die Kostüme stammen abermals von der Leipziger Modedesignerin Silke Wagler.

 

 

ACHTUNG:

Die Premiere am 17.05. ist eine öffentliche Benefizveranstaltung der Leipziger Stadtbau AG zu Gunsten der Stiftung der HMT.

Karten zu 25 €, ermäßigt 20 € und 15 €, ermäßigt 10 €

 

 

Für die Vorstellungen vom 18.-22.05:

Karten zu 12 €, ermäßigt 9 €, HMT-Studierende 2,50 € unter Tel. 0341/2144-615 (Mo-Fr 13-15 Uhr) und an der Abendkasse

Pressestelle

Dr. Katrin Schmidinger

Grassistraße 8

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